Weitere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Weitere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht – Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, welche für den Insolvenzgrund der Überschuldung noch bis zum 31. Januar 2021 gilt, wird voraussichtlich bis zum 30. April 2021 verlängert werden. Gleiches wird wahrscheinlich auch für den Antragsgrund der Zahlungsunfähigkeit erfolgen, welcher bereits seit dem 30.09.2020 seine volle gesetzliche Wirkung wieder entfaltet.

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Die jetzt geplante Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflichten über den 31. Januar 2021 hinaus kann ein wichtiger Baustein sein, um für die Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Voraussetzungen, um von dieser Regelung Gebrauch zu machen, sind folgende:

  • Das jeweilige Unternehmen muss sich pandemiebedingt in einer Krise befinden,
  • hat in diesem Kontext eine der verschiedenen Corona-Hilfen bereits beantragt oder wird dieses noch bis zum 28. Februar 2021 tun,
  • kann mit einer Auszahlung der Hilfen rechnen und
  • kann vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass es mit den finanziellen Hilfen entsprechend überlebensfähig ist.

Die besagte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht kommt also insbesondere den Unternehmen zugute, welche einen Anspruch auf Hilfen aus den aufgelegten Corona-Programmen haben, eine Auszahlung jedoch noch nicht erfolgt ist.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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Der präventive Restrukturierungsrahmen

Zum 01. Januar 2021 wurde der präventive Restrukturierungsrahmen mit dem Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz (StaRUG) im deutschen Recht verankert. Damit sind Unternehmer auf Grundlage eines selbst erstellten und von den Gläubigern angenommenen Restrukturierungsplanes in der Lage, ihr Unternehmen selbst zu sanieren. Lesen Sie hierzu gerne unsere News – Meldung vom 17. Dezember 2020 – Der präventive Restrukturierungsrahmen.

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Grundsätzliches Ziel des Stabilitäts- und Restrukturierungsrahmens ist es, eine Insolvenz durch ein rechtzeitiges Handeln im Betrieb abzuwenden.

Damit werden mögliche Reputationsverluste, hohe Reorganisationskosten für das jeweilig betroffene Unternehmen und die persönliche Haftung der Sicherungsgeber für Kredite – i.d.R. die Eigentümer –  vermieden. Der Kern dieses neuen Rechtsrahmens zielt darauf ab, mit ausgewählten Gläubigergruppen im Rahmen von Verhandlungen gemeinsam tragbare Lösungen zu entwickeln. Von besonderer Bedeutung ist, dass sogenannte „Akkordstörer“ mehrheitlich überstimmt werden können und somit die Sanierung umsetzbar wird.

Unternehmer, welche im Ernstfall nachweisen können, dass sie ihrer Verpflichtung zur ordentlichen Geschäftsführung nachgekommen sind und im Sinne der Gläubigerinteressen handeln, können sich der benannten insolvenzabwehrenden Sanierungsinstrumente bedienen. Die Integration eines Risiko-Früherkennungssystems, bestehend aus einer qualitativen Einschätzung der Aufbau- und Ablauforganisation des Betriebes sowie einer integrierten Finanzplanung zur Abbildung der Zahlungsströme, wird hierzu dringend empfohlen. Denn eine Voraussetzung zur Nutzung der neuen juristischen Möglichkeiten ist, dass eine drohende Zahlungsunfähigkeit besteht, die sich auf einen Zeitraum von 24 Monaten bezieht.

Nutzen Sie für eine erste Analyse Ihres Betriebes gerne unseren Stabilitätscheck: Ein Online-Befragungstool, mit welchem Sie eine schnelle Einschätzung zur Stabilität Ihres Betriebes erhalten.

Wenn Sie Fragen haben, oder sich eine Finanzplanung für Ihr Unternehmen wünschen, treten Sie mit uns in Kontakt.

Ad-Hoc Meldung: Unterstützung der Kreditversicherer wird bis Ende Juni 2021 verlängert

Als Reaktion auf die sich zum Anfang der Pandemie ankündigenden Kürzungen von Limiten der Kreditversicherer, wurde von der Bundesregierung ein Rettungsschirm zur Aufrechterhaltung der Lieferketten im Handel Verfügung gestellt. Mit eben diesem sollte ein Großteil der Kreditgarantien von über Mrd. € 400 für die betroffenen Unternehmen aufrecht erhalten werden. Dieses gilt allerdings nur für jene Unternehmen, welche bereits vor der Pandemie ein funktionierendes Geschäftsmodell mit entsprechenden Zahlen vorweisen konnten. Als am benannten Schutzschirm teilnehmende Kreditversicherer sind Atradius, Coface, Euler Hermes, R + V sowie Zürich zu benennen.
Lesen Sie hierzu auch unsere Ad-Hoc Meldung von 17.04.2020: Kreditversicherer bekommen Unterstützung

Die Eckdaten des jetzt bis Ende Juni 2021 verlängerten Schutzschirmes finden Sie nachfolgend noch einmal im Überblick:

  • Der Bund übernimmt für Kreditversicherer die Rolle eines Rückversicherers.
  • 90 % der Risiken werden vom Bund übernommen.
  • 10 % verbleiben pauschal bei den Kreditversicherern. Die bisherige Deckelung auf 500 Mio. € fällt weg.
  • Die Kreditversicherer treten dafür 65% der Prämieneinnahmen (bisher 60%) an den Bund ab.
  • Weiterhin verpflichten sich die Kreditversicherer dazu, ihre bereits bestehenden Limite aufrecht zu erhalten und darauf basierende Transaktionen von insgesamt etwa 400 Mrd. € weiter abzusichern.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier.
Weitere Quellen finden Sie hier.

Die sich in diesem Zusammenhang stellende, zentrale Frage ist jedoch, wie mit Auslauf der Hilfsprogramme im Sommer nächsten Jahres die Kreditversicherer agieren werden. Hier steht das Risiko eines plötzlichen, elementaren Wegfalls von Kreditversicherungslimiten zum 01.07.2021 im Raum.

Wenn Sie Unternehmer sind und eine Zurückhaltung oder Minderung Ihrer bewilligten Warenkreditlimite erleben oder befürchten, dann sprechen Sie uns schnellstmöglich an, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können!

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ad-Hoc Meldung: Transparenz ist Ihre wichtigste Finanzierungshilfe!

Das Firmenkundengeschäft der deutschen Geschäftsbanken steht momentan unter hohem Druck. Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie drohen den deutschen Geschäftsbanken gegen Jahresende und weit bis in das Geschäftsjahr 2021 hinein Darlehensausfälle und Wertberichtigungen.

In Folge dessen hat sich die Risiko-Bereitschaft der Geschäftsbanken verschlechtert und die Hürden für die Kreditvergabe sind gestiegen. So werden Kreditanträge inzwischen intensiver und kritischer geprüft als zuvor. Unternehmer müssen ihr Geschäftsmodell detaillierter darlegen und erläutern, warum dieses auch nach der Corona-Pandemie erfolgreich ist. Auch spielen Sicherheiten wieder eine größere Rolle zur Absicherung von Investitionen und Betriebsmittelfinanzierungen.

Unternehmer müssen Kreditanträge daher gut vorbereiten, um der Bank einen transparenten Überblick zu dem Geschäftsmodell zu geben und dieses auch belegen. Sie sollten daher schnell die notwendige BWA einreichen und den Jahresabschluss 2020 vorbereiten, um konstruktiv mit Ihrer Bank kommunizieren zu können.

Zudem sollte eine Planung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage für 2021 und 2022 vorgelegt werden, die sich in einen optimalen und einen pessimistischen Fall unterscheidet, damit Sie eine intensive Auseinandersetzung mit Ihrem Geschäftsmodell belegen können. Hier kann es hilfreich sein, einen Berater zu konsultieren, der bei der professionellen Planung unterstützt und einen neutralen Blick auf das Geschäftsmodell wirft.

Weiterhin empfiehlt sich eine aktive Ansprache Ihres Firmenkundenbetreuers, um Vertrauen durch Transparenz bei der Vergabe neuer und der Betreuung bestehender Kreditengagements zu schaffen. Durch die unaufgeforderte Übermittlung Ihrer monatlichen BWA und der Erläuterung von abweichenden Planzahlen von den Ist-Werten können Sie hier viel für sich herausholen. Auch kann es in diesem Zusammenhang hilfreich sein, die Ratingkriterien Ihrer Hausbank zu erfragen, um die Kreditentscheidungen Ihrer Hausbank nachvollziehen zu können und Ihre Unterlagen bestmöglich vorzubereiten.

Gerade in diesem Zusammenhang weisen wir auf unseren Stabilitätscheck hin, der schnell und einfach einen transparenten Überblick über die Situation im Unternehmen gibt.
Welche Bereiche sind gut aufgestellt, welche haben Potential zur Verbesserung? Die als Auswertung des Tests zur Verfügung gestellte Datei bietet eine hervorragende Möglichkeit, um in einen konstruktiven Dialog mit Ihrer Bank zu führen! Nutzen Sie hierfür gerne unser Online-Befragungstool unter:  

www.stabilitätscheck.de

Quelle: Creditreform C Ausgabe 11/2020 inkl. eigener Ergänzungen

Ad-Hoc Meldung: Sinkende Zahlungsbereitschaft in der deutschen Wirtschaft

Nach einer Studie des Kreditversicherers Atradius, basierend auf der Befragung von rund 4.000 Unternehmen aus 20 Ländern, kommt es im Zuge der Corona-Pandemie zu deutlich längeren Forderungslaufzeiten als zuvor.

Ursächlich hierfür seien die von den Lieferanten gewährten, längeren Zahlungsziele an ihre Kunden. Umsatzeinbrüche im Zuge der Corona-Pandemie sollen somit durch attraktivere Zahlungskonditionen reduziert oder vermieden werden. Die durchschnittlich gewährten Zahlungsziele der untersuchten Unternehmen haben sich dabei von rund 22 Tagen im Vorjahr auf rund 92 Tage seit Jahresbeginn 2020 gesteigert.

Bemerkbar macht sich diese Strategie durch erhöhte Zahlungsverzüge im Geschäftskundenbereich sowie in vermehrten Forderungsabschreibungen. So seien rund 7 % des Gesamtwertes der ausstehenden Forderungen abgeschrieben worden. Im Vorjahr betrug dieser Wert noch rund 2 %. Etwa 8 % der offenen Forderungen seien auch nach 92 Tagen noch ausstehend.

Angesichts dieses veränderten Zahlungsverhaltens drohen den Unternehmen vermehrt Zahlungsausfälle bei Kunden und daraus resultierend eigene Liquiditätsengpässe, welche, insbesondere im Zusammenhang mit der Wiedereinführung der Insolvenzantragspflicht wegen Zahlungsunfähigkeit seit Oktober 2020, zur Existenzgefährdung führen können.

Unternehmen sollten daher über die Einrichtung eines Factorings und den Abschluss einer Warenkreditversicherung nachdenken, um die eigene Liquidität zu stärken sowie sich selbst gegen mögliche Forderungsausfälle zu schützen. Unternehmen sollten generell auch beachten, dass mit ihren Kunden vereinbarte Ratenzahlungen im Falle von deren Insolvenz vom eingesetzten Insolvenzverwalter möglicherweise angefochten werden.

Dennoch zeigen sich knapp über die Hälfte der befragten Unternehmen optimistisch was die zukünftige Bonität ihrer Kunden anbelangt. Etwas mehr als zwei Drittel der Befragten sehen einen Aufschwung der deutschen Wirtschaft in der Zukunft. Auch rechnet fast ein Viertel mit gleichbleibenden Verhältnissen im Geschäftskundensegment.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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Ad-Hoc Meldung: Verlängerter Teil-Lockdown und verschärfte Corona-Regeln

Die Maßnahmen des Teil-Lockdowns im November haben leider nicht zu der erhofften Verringerung der Infektionszahlen mit dem Covid-19-Virus geführt. Lag die Zahl der ermittelten Neuinfektionen zum Ende Oktober noch bei 18.681, so liegt diese zum 26. November 2020 bei 22.268.

In Anbetracht dieser durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember 2020 sowie eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen. In den Weihnachtstagen sowie rund um den Jahreswechsel sollen dagegen Sonderregelungen gelten.

Eine Verschärfung der Maßnahmen ist insbesondere im Bereich des Einzelhandels vorgesehen:

  • Geschäfte bei einer Verkaufsfläche von 800 m² oder weniger dürfen wie bisher auf 10 m² Fläche eine Person eintreten lassen;
  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 m² dürfen dagegen ab 01.12.2020 nur noch eine Person pro 20 m² Einlass gewähren.

Wie die Umsetzung dieser Maßnahmen vor dem Hintergrund der Adventszeit aussehen wird bleibt abzuwarten. Weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen betreffen auch private Zusammenkünfte mehrerer Haushalte:

  • Private Zusammenkünfte mit Freunden oder Verwandten sind auf höchstens fünf Personen aus dem eigenen sowie einen weiteren Haushalt beschränkt. Hierbei ist anzumerken, dass Kinder unter 14 Jahren bei dieser Rechnung nicht einzubeziehen sind.
  • Zwischen den Weihnachtstagen und rund um Neujahr sind dagegen Treffen mit bis zu zehn Personen ohne Beschränkung der Haushaltszahl erlaubt.

Die benannten Sonderregelungen zwischen Weihnachten und Neujahr gelten jedoch nur bis zum 1. Januar 2021. Ob eine weitere Verlängerung der Corona-Regeln in Kraft treten wird, bleibt zunächst noch offen.

Darüber hinaus bleibt den Bundesländern angesichts des regionalen und lokalen Infektionsgeschehens vorbehalten, wie mit folgenden Herausforderungen umgegangen wird:

  • Das Feuerwerk an Silvester wird zwar grundsätzlich nicht verboten sein, jedoch soll Pyrotechnik an belebten Plätzen und Straßen vermieden werden, um so Gruppenbildungen zu verhindern. Dieses ist individuell auf Länder-, Kreis- und städtischer Ebene zu entscheiden.
  • Schulen werden vorerst ebenfalls offen bleiben. Sollte es jedoch in einer Region zu mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern kommen, werden weitergehende Maßnahmen erfolgen. Denkbar wäre hierbei ein Wechsel zwischen Präsenz- und Digitalunterricht. Diese Entscheidung obliegt jedoch ebenfalls den jeweiligen Ländern.

Es wird sich zeigen, ob die Verschärfung der Maßnahmen nun zum gewünschten Erfolg führen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter den nachfolgenden Links:

Kontaktbeschränkungen

Einzelne Beschlüsse

Infektionszahlen


Um den bitteren Beigeschmack dieser Meldung ein wenig abzumildern bleibt abschließend zu sagen, dass die Advents- und Weihnachtszeit in Corona-Zeiten zwar für jeden Einzelnen noch mehr Entbehrungen bedeutet, jedoch auch gleichzeitig die Gelegenheit bietet, sich vermehrt auf den engsten Familienkreis zu konzentrieren.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Adventszeit und vor allem besinnliche Weihnachten und bleiben Sie gesund!

Ad-Hoc Meldung: Schützt ein hohes Vitamin-D-Level vor einer Covid-19 Erkrankung?

Eine im September 2020 in den USA veröffentlichte Studie hat den Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Level und einer Ansteckung mit Covid-19 untersucht.

Hierfür wurden die Covid-19-Testergebnisse zwischen März und Juni 2020 von über 190.000 Patienten mit deren, innerhalb der vorherigen zwölf Monaten erhobenen, Vitamin-D-Konzentration (25-hydroxyvitamin-D) in ihrem Blutkreislauf verglichen.

Es zeigte sich, dass rund 12,5 % der Patienten aus der Gruppe mit einer geringen Vitamin-D-Konzentration positiv auf Covid-19 getestet wurden. In der Gruppe der Patienten mit einer durchschnittlichen Vitamin-D-Konzentration wurden hingegen nur etwa 8,1 % und in der Gruppe mit einer hohen Vitamin-D-Konzentration nur etwa 5,9 % positiv auf Covid-19 getestet. Die Ergebnisse waren statistisch signifikant und belegten eine starke Korrelation zwischen einem positiven Covid-19-Test und einer geringen Vitamin-D-Konzentration!

Die Studie deutet somit darauf hin, dass das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 durch die Einnahme von Vitamin-D reduziert werden könnte.

Quelle

Ad-Hoc Meldung: Corona-Impfstoff „Made in Germany“?

Das Institut für Mittelstandsberatung informiert:
 
Der Mainzer Pharma-Produzent Biontech hat in Zusammenarbeit mit dem US-Partner Pfizer gestern mitgeteilt, dass sich der Corona-Impfstoff BNT162b2 in den klinischen Tests bisher als äußerst wirkungsvoll erwiesen hat. Dieses ergaben die Zwischenergebnisse der Studienphase 3, welche für die Zulassung erforderlich ist.
 
Nach Angaben des Unternehmens kam es während der benannten Tests zu keinerlei ernsthaften Sicherheitsbedenken, sodass bereits in der kommenden Woche eine Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA angestrebt wird. Der Impfstoff, welcher in insgesamt zwei Injektionen im Abstand von drei Wochen verabreicht wird, soll eine Schutzwirkung von mehr als 90 %  vor dem Covid-19-Virus gewähren. Weitere Tests im Hinblick auf die Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten werden gegenwärtig noch durchgeführt.
 
Bereits seit Mitte Januar befindet sich der Impfstoff in der Entwicklung. Mehr als 43.500 Menschen haben sich im Rahmen der oben benannten Studienphase seit Juli 2020 mindestens eine der Impfungen verabreichen lassen. Im Abstand von einer Woche nach der zweiten Injektion soll die Wirkung des Impfstoffes nach Angaben der Hersteller eintreten.
 
Noch dieses Jahr sollen von Seiten des Pharma-Unternehmens weltweit etwa 50 Mio. Impfstoffdosen zur Verfügung gestellt werden. Im Jahr 2021 wird mit rund 1,3 Mrd. Impf-Dosen kalkuliert.
 
Zwar sind die benannten Ankündigungen der Unternehmen ausgesprochen begrüßenswert, doch es bleibt abzuwarten, ob es noch mögliche Rückschläge innerhalb der restlichen Entwicklungszeit gibt. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Bundesregierung aus Vorsichtsgründen mit einer Bereitstellung des Impfstoffes erst ab dem ersten Quartal 2021 kalkuliert, so die Aussage des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn.
 
Weitere Informationen erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link:
 
Link zum Artikel
 
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Ad-Hoc Meldung: Überbrückungshilfe 2.0, Außerordentliche Wirtschaftshilfen, KfW-Schnellkredit für Kleinstunternehmen

Um die durch die Corona-Pandemie besonders schwer getroffenen Unternehmen weiter zu unterstützen, hatte die Bundesregierung Mitte Oktober eine Verlängerung der Überbrückungshilfen bis Ende Dezember 2020 vorgenommen.

Bezüglich der Überbrückungshilfe 2.0 gibt es folgende Daten im Überblick:

Antragsberechtigt sind:

  • Kleine und mittelständische Unternehmen
  • Solo-Selbstständige und selbstständige Angehörige
  • dauerhaft, wirtschaftlich am Markt tätige Unternehmen

Voraussetzung für die Beantragung des Überbrückungskredits:

  • Es müssen Umsatzeinbrüche in einer Höhe von mindestens 50 % in zwei aufeinanderfolgenden Monaten im Zeitraum von April bis August 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bestehen. Alternativ ist über den benannten Zeitraum von April bis August 2020 ein durchschnittlicher Umsatzeinbruch von mindestens 30 % zu erkennen.

Erstattet werden:

  • 90 % der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch,
  • 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 %,
  • 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30 % und unter 50 % im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Als förderfähige Fixkosten gelten unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben sowie Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Darüber hinaus werden Personalkosten für jenes Personal mit einer Pauschale von 20 % unterstützt, welches nicht in der Kurzarbeit war.

Die maximale Förderhöhe beschränkt sich auf monatlich T € 50. Dieses gilt auch für Unternehmen mit fünf oder weniger Mitarbeitern.

Die Beantragung erfolgt nach wie vor in einem digitalisierten Verfahren über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder einen Rechtsanwalt.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link:

Überbrückungshilfe 2.0

Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen „Lockdown Light“ ist bereits eine dritte Form der Überbrückungshilfe in Arbeit.


Darüber hinaus gelten zusätzliche außerordentliche Wirtschaftshilfen für jene Unternehmen, welche von den vorübergehenden Schließungen im November 2020 betroffen sind.

Es folgt eine Aufzählung der wesentlichen Eckpunkte:

  • Für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten gilt eine Kostenpauschale von bis zu 75 % des Monatsumsatzes vom November 2019.
  • Für die Unternehmen, welche erst nach November 2019 gegründet wurden, gelten die Umsätze per Oktober 2020 als Basis.
  • Solo-Selbstständige haben die Möglichkeit als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 als Maßstab zu wählen.
  • Die Höhe der Prozentanteile weicht bei Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten ab. Hier wird anhand beihilferechtlicher Vorgaben ermittelt.
  • Vom Erstattungsbetrag werden anderweitige Hilfen, wie die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld, abgezogen.

Die Auszahlung der außerordentlichen Wirtschaftshilfe erfolgt in einem vereinfachten Verfahren über das Internet. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link:

Außerordentliche Wirtschaftshilfen


Weiterhin wurde der KfW-Schnellkredit in der Form angepasst, dass ab jetzt Unternehmen mit weniger als zehn beschäftigten Personen antragsberechtigt sind und bei ihren Hausbanken einen Kredit über höchstens T € 300, abhängig vom Umsatz im Jahr 2019, erhalten können.

Weitere Informationen zum Schnellkredit der KfW erhalten Sie unter dem nachfolgenden Link:

KfW-Schnellkredit

Ad-Hoc Meldung: „Lockdown Light“ im November 2020

Das Institut für Mittelstandsberatung informiert:

Um die Ausweitung des Corona-Virus und ein permanentes Ansteigen der Infektionszahlen zu stoppen und damit die Dynamik des Virus nachhaltig zu stören, soll das öffentliche Leben ab dem 02. November 2020 bis zum Ende des Monats massiv heruntergefahren werden. Was uns hierbei bevor steht, ist eine „Light-Version“ des ersten Lockdowns aus dem Frühjahr diesen Jahres.

Nachfolgend sind die ab Anfang nächster Woche startenden Einschränkungen aufgelistet:

  • Das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung ist an allen öffentlichen Orten vorgeschrieben, sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.
  • Der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist zukünftig nur noch Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushaltes gestattet, jedoch auf maximal zehn Personen beschränkt.
  • Es gelten Übernachtungsverbote in Hotels, welche einen touristischen Hintergrund haben und damit als nicht notwendig eingestuft werden. Weiterhin wird die Bevölkerung dazu aufgefordert, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.
  • Gastronomische Einrichtungen wie Restaurants, Bars, Clubs und Diskotheken werden geschlossen. Einzige Ausnahme bilden hierbei Einrichtungen, welche Lieferungen und die Abholung von Speisen für den Verzehr in der eigenen Wohnung anbieten.
  • Veranstaltungen, welche der alleinigen Unterhaltung dienen, werden während des Lockdowns abgesagt. So bleiben beispielsweise Konzerthäuser, Opern und Theater geschlossen. Von der vorübergehenden Schließung sind darüber hinaus Kinos, Fitnessstudios, Freizeitparks sowie Messen betroffen.
  • Ebenfalls von der Schließung betroffen sind Tattoo- und Kosmetikstudios. Ausnahmen bilden hierbei Friseursalons sowie Einrichtungen für Physiotherapien.
  • Da Arbeitgeber vor dem Hintergrund der besprochenen Maßnahmen eine wesentliche Verantwortung für ihre Mitarbeiter haben, sollte – soweit möglich – das Arbeiten aus dem Home Office umgesetzt werden.

Im Vergleich zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 soll der Groß- und Einzelhandel bei Umsetzung entsprechender Hygieneauflagen (beispielsweise nur ein Kunde je zehn Quadratmetern Verkaufsfläche) geöffnet bleiben. Weiterhin bleiben sowohl Schulen als auch Kindertagesstätten vorerst geöffnet.

Zur weiteren Unterstützung von Unternehmen sind neben der Verlängerungen von bereits bestehenden Corona-Förderprogrammen vor allem Sonderprogramme für besonders schwer betroffene Wirtschaftsbereiche, wie zum Beispiel die Gastronomie und die Kultur- und Veranstaltungsbranche, geplant. Der KfW-Schnellkredit soll zudem für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigen geöffnet werden.

Es bleibt abzuwarten, welche Besserungen die besagten Maßnahmen bringen und wie nachhaltig diese sind.

Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten. Bleiben Sie gesund!