Überbrückungshilfe III und Corona Neustarthilfe verlängert!

Die Überbrückungshilfe III und Corona Neustarthilfe wurden verlängert!

Sowohl die Überbrückungshilfe III als auch die Corona Neustarthilfe wurden bis einschließlich 30.09.2021 verlängert. Neu hinzu kommt die sogenannte „Restart-Prämie„, welche es Unternehmen ermöglicht, einen höheren Zuschuss für Personalkosten zu erhalten.

Überbrückungshilfe III
 
Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen bis zu Mio. € 750 Umsatz. Antragsberechtigt sind hierbei neben Unternehmen auch Solo-Selbstständige sowie selbstständige Angehörige der freien Berufe aller Branchen.
 
Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • bis zu 100% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70%
  • bis zu 60% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50% und ≤ 70%
  • bis zu 40% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30% und < 50%

im jeweiligen Fördermonat. Als Vergleichsmonate werden die entsprechenden Monate des Jahres 2019 herangezogen. Erst- und Änderungsanträge für die Förderperiode bis einschließlich 30.06.2021 können bis zum 31.10.2021 gestellt werden.

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III bis zum Ende September 2021 wird mit dem Programm „Überbrückungshilfe III Plus“ umgesetzt. Folgende Neuerungen sind in diesem Zusammenhang zu benennen:

  • Unternehmen, welche im Rahmen der Wiedereröffnung die Anzahl der Beschäftigten erhöhen indem sie neues Personal einstellen oder bestehendes Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, erhalten zusätzlich zur Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe (die sogenannte „Restart-Prämie„) als Zuschuss. Dieser entspricht 60% der Differenz der tatsächlich im Fördermonat Juli 2021 angefallenen Personalkosten zu den Personalkosten im Mai 2021. Im August beträgt der Zuschuss 40% und im September 20%. Nach diesem Zeitraum wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Im Kontext insolvenzabwehrender Restrukturierungen bei drohender Zahlungsunfähigkeit werden künftig auch Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu T € 20 pro Monat übernommen.

Neustarthilfe
 
Die Corona Neustarthilfe ist eine einmalige Unterstützungsleistung für Solo-Selbstständige und Kapitalgesellschaften,  welche die Fixkostenerstattung bei der Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch nehmen konnten. Hier handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss, welcher für den Förderzeitraum vom 01.01.2021 bis 30.09.2021 als Vorschuss gezahlt wird. 
 
Lesen hierzu auch gerne unsere Meldung vom 31.03.2020.

Quellen:   Überbrückungshilfe III Plus bis September und Neustarthilfe & Neuerung zur Überbrückungshilfe III

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Erhöhtes Haftungspotential bei Feststellung einer Überschuldung!

ACHTUNG: Erhöhtes Haftungspotential bei Feststellung einer Überschuldung!

Das Haftungspotential bei Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern hat sich noch einmal erhöht, wenn sich im Rahmen der Jahresabschlusserstellung die bilanzielle Überschuldung einer Kapitalgesellschaft ergibt und keine Prüfung auf eine insolvenzrechtliche Überschuldung im Sinne des § 19 InsO erfolgt. Hintergrund für das erhöhte Haftungspotential ist das bereits seit längerem bekannte BGH-Urteil IX ZR 285/14 aus dem Jahr 2017, welches zum Jahreswechsel 2020/2021 in § 102 StaRUG verankert wurde.

Symbolbild Gerichtshammer Erhöhtes Haftungspotential nach BGH-Urteil IX ZR 285/14

Mit dem in Kraft treten des SanInsFoG und dem § 102 StaRUG sind Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer dazu verpflichtet worden, ihre Mandanten über eine mögliche Insolvenzreife in Kenntnis zu setzen, sofern diese sich dessen nicht bewusst sind. Von den steuerberatenden Berufsgruppen wird zudem erwartet, dass diese bei einer potentiellen Insolvenzreife ihrer Mandanten auf die Pflicht zur Abhaltung einer Gesellschafter- und/oder Hauptversammlung aufmerksam machen.

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung benötigt der Berufsstand jedoch vor allem auch eine Entscheidungsbasis, ob im jeweiligen Abschluss des Mandanten von Fortführungs- oder Zerschlagungswerten auszugehen ist. Diese Basis kann nur eine Fortbestehensprognose liefern.

Hierbei ist darauf zu achten, dass diese Fortbestehensprognose auf keinen Fall durch den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer selbst erstellt wird, da ansonsten die Gefahr der Unterstellung eines Gefälligkeitsgutachtens gegeben ist. Hieraus resultieren in einem möglichen, späteren Insolvenzverfahren unmittelbar Schadenersatzansprüche und Strafanzeigen durch den Insolvenzverwalter. Dieses ist umso mehr der Fall, wenn seitens des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers zum Zeitpunkt der Erstellung der Fortbestehensprognose auch noch überfällige Honorarforderungen gegen den Mandanten bestanden.

An dieser Stelle empfiehlt es sich also, eine Fortbestehensprognose für das Unternehmen durch einen neutralen und unabhängigen Dritten erstellen zu lassen. Diese Prognose hat als wesentliches Element die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (also insbesondere die zukünftige Zahlungsfähigkeit) des Unternehmens im Fokus.

Sie benötigen in diesem Kontext Unterstützung? Sprechen Sie uns an!

 

Beantragung der Corona Neustarthilfe ab sofort möglich

Beantragung der Corona Neustarthilfe ab sofort möglich

Bei der „Corona Neustarthilfe“ handelt es sich um eine einmalige Unterstützungsleistung für Soloselbstständige und Kapitalgesellschaften, welche die Fixkostenerstattung bei der Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch nehmen können. Weiterhin ist anzumerken, dass auch Soloselbstständige bzw. Kapitalgesellschaften antragsberechtigt sind, wenn sie keine Corona-Soforthilfen oder andere Maßnahmen beantragt haben.

Die Neustarthilfe beinhaltet einen Zuschuss, der für den Förderzeitraum 01.01.2021 bis 30.06.2021 als Vorschuss gezahlt wird. Nach Ablauf des Förderzeitraums erfolgt ein Abgleich der realisierten Ist-Umsätze des ersten Halbjahres 2021 und die Ermittlung der tatsächlichen Höhe der Umsatzeinbußen. Abhängig hiervon ist der Zuschuss ggfs. (anteilig) zurückzuzahlen. Beträgt der Umsatzrückgang 60% oder mehr, so muss der Zuschuss nicht zurückgezahlt werden.

Die Höhe des Zuschusses variiert zwischen T € 7,5 für Soloselbstständige sowie Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter und T € 30 für Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern. Antragsberechtigt sind darüber hinaus auch Schauspieler/innen und Künstler/innen, welche nur kurzfristige Engagements bzw. Verträge haben.

Der Antrag für die Neustarthilfe kann entweder als Direktantrag oder durch einen prüfenden Dritten (z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt) gestellt werden. Wichtig ist: ein Direktantrag kann lediglich einmal gestellt werden. Nachträgliche Änderungen nach der Absendung des Antrages sind erst in der Endabrechnung möglich!

Hier gelangen Sie zum Direktantrag.

Weitere Informationen zur Neustarthilfe erhalten Sie hier.

Erfolg und nachhaltige Stabilität

Erfolg und nachhaltige Stabilität basieren nicht auf Alleingängen! Diese Ziele lassen sich nur gemeinsam durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erreichen.

Die IMB GmbH folgt diesem Leitsatz und hat im März 2021 die ersten Kooperationspartner zur gemeinsamen Nutzung des Stabilitätschecks gewinnen können.

Der Stabilitätscheck kann mittelständischen Unternehmern als effektives Online-Tool bei der Standortbestimmung behilflich sein und diesen erste Ansätze und Handlungsempfehlungen zur Sicherung des eigenen Unternehmens und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit einzelner Unternehmensbereiche liefern. Sie finden den Stabilitätscheck unter www.stabilitätscheck.de.

Wenn auch Sie als Netzwerkpartner den Stabilitätscheck für Ihre Kunden nutzen möchten – sprechen Sie uns einfach an!

Weitere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Weitere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht – Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, welche für den Insolvenzgrund der Überschuldung noch bis zum 31. Januar 2021 gilt, wird voraussichtlich bis zum 30. April 2021 verlängert werden. Gleiches wird wahrscheinlich auch für den Antragsgrund der Zahlungsunfähigkeit erfolgen, welcher bereits seit dem 30.09.2020 seine volle gesetzliche Wirkung wieder entfaltet.

aussetzung-der-insolvenzuantragspflicht

Die jetzt geplante Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflichten über den 31. Januar 2021 hinaus kann ein wichtiger Baustein sein, um für die Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Voraussetzungen, um von dieser Regelung Gebrauch zu machen, sind folgende:

  • Das jeweilige Unternehmen muss sich pandemiebedingt in einer Krise befinden,
  • hat in diesem Kontext eine der verschiedenen Corona-Hilfen bereits beantragt oder wird dieses noch bis zum 28. Februar 2021 tun,
  • kann mit einer Auszahlung der Hilfen rechnen und
  • kann vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass es mit den finanziellen Hilfen entsprechend überlebensfähig ist.

Die besagte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht kommt also insbesondere den Unternehmen zugute, welche einen Anspruch auf Hilfen aus den aufgelegten Corona-Programmen haben, eine Auszahlung jedoch noch nicht erfolgt ist.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wir halten Sie auch weiterhin auf dem Laufenden!

Der präventive Restrukturierungsrahmen

Zum 01. Januar 2021 wurde der präventive Restrukturierungsrahmen mit dem Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz (StaRUG) im deutschen Recht verankert. Damit sind Unternehmer auf Grundlage eines selbst erstellten und von den Gläubigern angenommenen Restrukturierungsplanes in der Lage, ihr Unternehmen selbst zu sanieren. Lesen Sie hierzu gerne unsere News – Meldung vom 17. Dezember 2020 – Der präventive Restrukturierungsrahmen.

der-präventive-restrukturierungsrahmen-Dominoeffekt

Grundsätzliches Ziel des Stabilitäts- und Restrukturierungsrahmens ist es, eine Insolvenz durch ein rechtzeitiges Handeln im Betrieb abzuwenden.

Damit werden mögliche Reputationsverluste, hohe Reorganisationskosten für das jeweilig betroffene Unternehmen und die persönliche Haftung der Sicherungsgeber für Kredite – i.d.R. die Eigentümer –  vermieden. Der Kern dieses neuen Rechtsrahmens zielt darauf ab, mit ausgewählten Gläubigergruppen im Rahmen von Verhandlungen gemeinsam tragbare Lösungen zu entwickeln. Von besonderer Bedeutung ist, dass sogenannte „Akkordstörer“ mehrheitlich überstimmt werden können und somit die Sanierung umsetzbar wird.

Unternehmer, welche im Ernstfall nachweisen können, dass sie ihrer Verpflichtung zur ordentlichen Geschäftsführung nachgekommen sind und im Sinne der Gläubigerinteressen handeln, können sich der benannten insolvenzabwehrenden Sanierungsinstrumente bedienen. Die Integration eines Risiko-Früherkennungssystems, bestehend aus einer qualitativen Einschätzung der Aufbau- und Ablauforganisation des Betriebes sowie einer integrierten Finanzplanung zur Abbildung der Zahlungsströme, wird hierzu dringend empfohlen. Denn eine Voraussetzung zur Nutzung der neuen juristischen Möglichkeiten ist, dass eine drohende Zahlungsunfähigkeit besteht, die sich auf einen Zeitraum von 24 Monaten bezieht.

Nutzen Sie für eine erste Analyse Ihres Betriebes gerne unseren Stabilitätscheck: Ein Online-Befragungstool, mit welchem Sie eine schnelle Einschätzung zur Stabilität Ihres Betriebes erhalten.

Wenn Sie Fragen haben, oder sich eine Finanzplanung für Ihr Unternehmen wünschen, treten Sie mit uns in Kontakt.

Ad-Hoc Meldung: Unterstützung der Kreditversicherer wird bis Ende Juni 2021 verlängert

Als Reaktion auf die sich zum Anfang der Pandemie ankündigenden Kürzungen von Limiten der Kreditversicherer, wurde von der Bundesregierung ein Rettungsschirm zur Aufrechterhaltung der Lieferketten im Handel Verfügung gestellt. Mit eben diesem sollte ein Großteil der Kreditgarantien von über Mrd. € 400 für die betroffenen Unternehmen aufrecht erhalten werden. Dieses gilt allerdings nur für jene Unternehmen, welche bereits vor der Pandemie ein funktionierendes Geschäftsmodell mit entsprechenden Zahlen vorweisen konnten. Als am benannten Schutzschirm teilnehmende Kreditversicherer sind Atradius, Coface, Euler Hermes, R + V sowie Zürich zu benennen.
Lesen Sie hierzu auch unsere Ad-Hoc Meldung von 17.04.2020: Kreditversicherer bekommen Unterstützung

Die Eckdaten des jetzt bis Ende Juni 2021 verlängerten Schutzschirmes finden Sie nachfolgend noch einmal im Überblick:

  • Der Bund übernimmt für Kreditversicherer die Rolle eines Rückversicherers.
  • 90 % der Risiken werden vom Bund übernommen.
  • 10 % verbleiben pauschal bei den Kreditversicherern. Die bisherige Deckelung auf 500 Mio. € fällt weg.
  • Die Kreditversicherer treten dafür 65% der Prämieneinnahmen (bisher 60%) an den Bund ab.
  • Weiterhin verpflichten sich die Kreditversicherer dazu, ihre bereits bestehenden Limite aufrecht zu erhalten und darauf basierende Transaktionen von insgesamt etwa 400 Mrd. € weiter abzusichern.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier.
Weitere Quellen finden Sie hier.

Die sich in diesem Zusammenhang stellende, zentrale Frage ist jedoch, wie mit Auslauf der Hilfsprogramme im Sommer nächsten Jahres die Kreditversicherer agieren werden. Hier steht das Risiko eines plötzlichen, elementaren Wegfalls von Kreditversicherungslimiten zum 01.07.2021 im Raum.

Wenn Sie Unternehmer sind und eine Zurückhaltung oder Minderung Ihrer bewilligten Warenkreditlimite erleben oder befürchten, dann sprechen Sie uns schnellstmöglich an, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können!

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ad-Hoc Meldung: Transparenz ist Ihre wichtigste Finanzierungshilfe!

Das Firmenkundengeschäft der deutschen Geschäftsbanken steht momentan unter hohem Druck. Aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie drohen den deutschen Geschäftsbanken gegen Jahresende und weit bis in das Geschäftsjahr 2021 hinein Darlehensausfälle und Wertberichtigungen.

In Folge dessen hat sich die Risiko-Bereitschaft der Geschäftsbanken verschlechtert und die Hürden für die Kreditvergabe sind gestiegen. So werden Kreditanträge inzwischen intensiver und kritischer geprüft als zuvor. Unternehmer müssen ihr Geschäftsmodell detaillierter darlegen und erläutern, warum dieses auch nach der Corona-Pandemie erfolgreich ist. Auch spielen Sicherheiten wieder eine größere Rolle zur Absicherung von Investitionen und Betriebsmittelfinanzierungen.

Unternehmer müssen Kreditanträge daher gut vorbereiten, um der Bank einen transparenten Überblick zu dem Geschäftsmodell zu geben und dieses auch belegen. Sie sollten daher schnell die notwendige BWA einreichen und den Jahresabschluss 2020 vorbereiten, um konstruktiv mit Ihrer Bank kommunizieren zu können.

Zudem sollte eine Planung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage für 2021 und 2022 vorgelegt werden, die sich in einen optimalen und einen pessimistischen Fall unterscheidet, damit Sie eine intensive Auseinandersetzung mit Ihrem Geschäftsmodell belegen können. Hier kann es hilfreich sein, einen Berater zu konsultieren, der bei der professionellen Planung unterstützt und einen neutralen Blick auf das Geschäftsmodell wirft.

Weiterhin empfiehlt sich eine aktive Ansprache Ihres Firmenkundenbetreuers, um Vertrauen durch Transparenz bei der Vergabe neuer und der Betreuung bestehender Kreditengagements zu schaffen. Durch die unaufgeforderte Übermittlung Ihrer monatlichen BWA und der Erläuterung von abweichenden Planzahlen von den Ist-Werten können Sie hier viel für sich herausholen. Auch kann es in diesem Zusammenhang hilfreich sein, die Ratingkriterien Ihrer Hausbank zu erfragen, um die Kreditentscheidungen Ihrer Hausbank nachvollziehen zu können und Ihre Unterlagen bestmöglich vorzubereiten.

Gerade in diesem Zusammenhang weisen wir auf unseren Stabilitätscheck hin, der schnell und einfach einen transparenten Überblick über die Situation im Unternehmen gibt.
Welche Bereiche sind gut aufgestellt, welche haben Potential zur Verbesserung? Die als Auswertung des Tests zur Verfügung gestellte Datei bietet eine hervorragende Möglichkeit, um in einen konstruktiven Dialog mit Ihrer Bank zu führen! Nutzen Sie hierfür gerne unser Online-Befragungstool unter:  

www.stabilitätscheck.de

Quelle: Creditreform C Ausgabe 11/2020 inkl. eigener Ergänzungen

Ad-Hoc Meldung: Sinkende Zahlungsbereitschaft in der deutschen Wirtschaft

Nach einer Studie des Kreditversicherers Atradius, basierend auf der Befragung von rund 4.000 Unternehmen aus 20 Ländern, kommt es im Zuge der Corona-Pandemie zu deutlich längeren Forderungslaufzeiten als zuvor.

Ursächlich hierfür seien die von den Lieferanten gewährten, längeren Zahlungsziele an ihre Kunden. Umsatzeinbrüche im Zuge der Corona-Pandemie sollen somit durch attraktivere Zahlungskonditionen reduziert oder vermieden werden. Die durchschnittlich gewährten Zahlungsziele der untersuchten Unternehmen haben sich dabei von rund 22 Tagen im Vorjahr auf rund 92 Tage seit Jahresbeginn 2020 gesteigert.

Bemerkbar macht sich diese Strategie durch erhöhte Zahlungsverzüge im Geschäftskundenbereich sowie in vermehrten Forderungsabschreibungen. So seien rund 7 % des Gesamtwertes der ausstehenden Forderungen abgeschrieben worden. Im Vorjahr betrug dieser Wert noch rund 2 %. Etwa 8 % der offenen Forderungen seien auch nach 92 Tagen noch ausstehend.

Angesichts dieses veränderten Zahlungsverhaltens drohen den Unternehmen vermehrt Zahlungsausfälle bei Kunden und daraus resultierend eigene Liquiditätsengpässe, welche, insbesondere im Zusammenhang mit der Wiedereinführung der Insolvenzantragspflicht wegen Zahlungsunfähigkeit seit Oktober 2020, zur Existenzgefährdung führen können.

Unternehmen sollten daher über die Einrichtung eines Factorings und den Abschluss einer Warenkreditversicherung nachdenken, um die eigene Liquidität zu stärken sowie sich selbst gegen mögliche Forderungsausfälle zu schützen. Unternehmen sollten generell auch beachten, dass mit ihren Kunden vereinbarte Ratenzahlungen im Falle von deren Insolvenz vom eingesetzten Insolvenzverwalter möglicherweise angefochten werden.

Dennoch zeigen sich knapp über die Hälfte der befragten Unternehmen optimistisch was die zukünftige Bonität ihrer Kunden anbelangt. Etwas mehr als zwei Drittel der Befragten sehen einen Aufschwung der deutschen Wirtschaft in der Zukunft. Auch rechnet fast ein Viertel mit gleichbleibenden Verhältnissen im Geschäftskundensegment.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Ad-Hoc Meldung: Verlängerter Teil-Lockdown und verschärfte Corona-Regeln

Die Maßnahmen des Teil-Lockdowns im November haben leider nicht zu der erhofften Verringerung der Infektionszahlen mit dem Covid-19-Virus geführt. Lag die Zahl der ermittelten Neuinfektionen zum Ende Oktober noch bei 18.681, so liegt diese zum 26. November 2020 bei 22.268.

In Anbetracht dieser durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember 2020 sowie eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen. In den Weihnachtstagen sowie rund um den Jahreswechsel sollen dagegen Sonderregelungen gelten.

Eine Verschärfung der Maßnahmen ist insbesondere im Bereich des Einzelhandels vorgesehen:

  • Geschäfte bei einer Verkaufsfläche von 800 m² oder weniger dürfen wie bisher auf 10 m² Fläche eine Person eintreten lassen;
  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 m² dürfen dagegen ab 01.12.2020 nur noch eine Person pro 20 m² Einlass gewähren.

Wie die Umsetzung dieser Maßnahmen vor dem Hintergrund der Adventszeit aussehen wird bleibt abzuwarten. Weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen betreffen auch private Zusammenkünfte mehrerer Haushalte:

  • Private Zusammenkünfte mit Freunden oder Verwandten sind auf höchstens fünf Personen aus dem eigenen sowie einen weiteren Haushalt beschränkt. Hierbei ist anzumerken, dass Kinder unter 14 Jahren bei dieser Rechnung nicht einzubeziehen sind.
  • Zwischen den Weihnachtstagen und rund um Neujahr sind dagegen Treffen mit bis zu zehn Personen ohne Beschränkung der Haushaltszahl erlaubt.

Die benannten Sonderregelungen zwischen Weihnachten und Neujahr gelten jedoch nur bis zum 1. Januar 2021. Ob eine weitere Verlängerung der Corona-Regeln in Kraft treten wird, bleibt zunächst noch offen.

Darüber hinaus bleibt den Bundesländern angesichts des regionalen und lokalen Infektionsgeschehens vorbehalten, wie mit folgenden Herausforderungen umgegangen wird:

  • Das Feuerwerk an Silvester wird zwar grundsätzlich nicht verboten sein, jedoch soll Pyrotechnik an belebten Plätzen und Straßen vermieden werden, um so Gruppenbildungen zu verhindern. Dieses ist individuell auf Länder-, Kreis- und städtischer Ebene zu entscheiden.
  • Schulen werden vorerst ebenfalls offen bleiben. Sollte es jedoch in einer Region zu mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern kommen, werden weitergehende Maßnahmen erfolgen. Denkbar wäre hierbei ein Wechsel zwischen Präsenz- und Digitalunterricht. Diese Entscheidung obliegt jedoch ebenfalls den jeweiligen Ländern.

Es wird sich zeigen, ob die Verschärfung der Maßnahmen nun zum gewünschten Erfolg führen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter den nachfolgenden Links:

Kontaktbeschränkungen

Einzelne Beschlüsse

Infektionszahlen


Um den bitteren Beigeschmack dieser Meldung ein wenig abzumildern bleibt abschließend zu sagen, dass die Advents- und Weihnachtszeit in Corona-Zeiten zwar für jeden Einzelnen noch mehr Entbehrungen bedeutet, jedoch auch gleichzeitig die Gelegenheit bietet, sich vermehrt auf den engsten Familienkreis zu konzentrieren.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Adventszeit und vor allem besinnliche Weihnachten und bleiben Sie gesund!