Steuerstundung Unter Corona Endet Am 30. September 2021!

Bitte beachten Sie: Die Sonderregelung der Steuerstundung unter Corona endet am 30.09.2021!

Steuerpflichtige Unternehmen, welche nachweislich wirtschaftliche Schäden in Folge der Corona-Pandemie erlitten haben, konnten zur finanziellen Entlastung bis zum 30.06.2021 einen Antrag auf eine zinsfreie Stundung von entweder bereits fälligen oder bis zum 30.06.2021 fällig werdenden Steuern stellen.

Dieses galt für:

  • die Einkommensteuer,
  • die Körperschaftsteuer,
  • die Kirchensteuer,
  • den Solidaritätszuschlag sowie
  • die Umsatzsteuer.

Im Rahmen der Stundungsbeantragung galten keine strengen Anforderungen, einzig ein Bezug zur Corona-Pandemie musste erkennbar sein.

Die Stundung in diesem vereinfachten Verfahren gilt bis zum 30.09.2021. Nach diesem benannten Stichtag ist eine weitere Stundung dieser Art nur über eine bis zum 31.12.2021 andauernde Ratenzahlungsvereinbarung möglich. Über den 31.12.2021 hinausgehende Ratenzahlungen sowie Stundungen von (nach dem 30.06.2021 fälligen) Steuern sind von diesem sogenannten vereinfachten Verfahren ausgenommen. Im Anschluss gilt wieder der allgemeine Grundsatz und die Nachweispflicht bei Stundungen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wenn Sie betroffen sind oder einen regulären Antrag auf eine Stundung stellen möchten, stehen wir Ihnen gerne unterstützend zur Seite.

Buy-and-Build Konzepte

Die Zeichen der Zeit nutzen: Buy-and-Build Konzepte erfolgreich umsetzen!

Ein Buy-and-Build-Konzept („Kaufen und Ausbauen“) ist eine langfristig angelegte Wachstumsstrategie, welche sich grundsätzlich dadurch auszeichnet, dass ein erfolgreiches Unternehmen ein oder mehrere andere Unternehmen in einem Zeitraum von mehreren Jahren dazu kauft.

Als wesentliche Ziele dieses strategischen Ansatzes sind der gezielte Aufbau einer Unternehmensgröße zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen, die Steigerung von Kapazitäten und Prozesseffizienzen sowie die Erhöhung der Profitabilität. Weiterhin sind die Verringerung des Unternehmensrisikos durch Diversifikation des Geschäftsmodells sowie die Erschließung gänzlich neuer Märkte und Kundensegmente zu benennen.

Während die nach wie vor dominierende Corona-Pandemie dafür gesorgt hat, dass sich für Unternehmen aus bestimmten Branchen (Tourismus, Gastronomie, Automotive sowie Maschinen- und Anlagenbau) aktuell nur schwer Käufer finden lassen, bietet das Krisenumfeld für andere Unternehmen interessante Möglichkeiten. So ist bspw. in Branchen wie Software und IT, Healthcare, E-Commerce und bestimmten Dienstleistungsbereichen nach wie vor ein hohes Transaktionsgeschehen zu beobachten, welches angesichts des aktuell sehr attraktiven Finanzierungsumfeldes erhebliche Chancen im Rahmen dieses Wachstumskonzeptes bietet.

Die Vorgehensweise im Rahmen eines Buy-and-Build-Konzeptes sieht dabei folgende Schritte vor:

  • Festlegung und Definition der Akquisitionsstrategie;
  • Identifikation, Priorisierung und Auswahl geeigneter Zielunternehmen;
  • Anlegen einer Longlist mit Unternehmen, welche die gewünschten Kriterien erfüllen;
  • Überführung in eine Shortlist mit allen verkaufsbereiten Interessenten und anonymisierte Kontaktaufnahme mit potentiellen Kandidaten;
  • Parallel erfolgt die Strukturierung einer Finanzierung und die Akquise von Finanzierungspartnern;
  • Start von Verhandlungen und Durchführung von Unternehmensbewertungen sowie Due Diligence-Prüfungen für die relevanten Zielunternehmen;
  • Abschluss der Verhandlungen sowie Unterzeichnung des Kaufvertrages;
  • Realisierung der Integration und Vernetzung des erworbenen Unternehmens in die eigene Unternehmensgruppe.

Mit der Umsetzung eines solchen Wachstumskonzeptes besteht für den Unternehmer selber in der Regel die Chance, nach der Erreichung einer bestimmten Größe bzw. Marktpositionierung einen attraktiven Verkauf an institutionelle Investoren zu realisieren.

Unseren Flyer mit weiteren Erläuterungen zu Buy-and-Build-Konzepten sowie den damit verbundenen Chancen und Risiken finden Sie hier: Buy-and-Build Strategie.

IMB ist gerne Ihr Partner während des gesamten Transaktionsprozesses von der ersten Idee bis hin zur Unterzeichnung der finalen Kaufverträge und berät und unterstützt Sie in diesem strategischen Wachstumsmodell.

Sprechen Sie uns einfach an!

Eigenkapitalquote

Eigenkapitalquote – Kennzahl mit Signalwirkung.

Bei der Eigenkapitalquote handelt es sich um eine betriebswirtschaftliche Kennzahl mit deutlicher Signalwirkung. Sie gibt das Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital eines Unternehmens wieder.

Seit jeher spielt das Eigenkapital für ein Unternehmen eine entscheidende Rolle, schließlich bildet es das Fundament wirtschaftlichen Erfolgs. Insbesondere die Kennzahl der Eigenkapitalquote ist von großer Bedeutung. Je höher die eigenen Mittel im Vergleich zu den fremden Mitteln sind, umso freier und unabhängiger kann ein Unternehmen agieren.

Zusammenfassend lassen sich nachfolgende Vorteile einer hohen Eigenkapitalquote festhalten:

  • Eine Kreditaufnahme kann oftmals zu günstigeren Bedingungen erfolgen.
  • Es besteht aufgrund der Absicherung gegenüber unerwarteten Verlusten ein geringeres Insolvenzrisiko.
  • Das jeweilige Unternehmen weist eine geringere Abhängigkeit von Fremdkapital auf.

Hat ein Unternehmen im Umkehrschluss eine eher unterdurchschnittliche Eigenkapitalquote, kann dieses Einschränkungen für den Erhalt von Krediten bei den Banken bedeuten, da die Bonität weniger attraktiv und das potentielle Insolvenzrisiko erhöht ist.

Im Jahr 2016 belief sich die durchschnittliche Eigenkapitalquote im Mittelstand auf ein Niveau von rund 30,0%. Bis zum Jahr 2019 stieg diese im Durschnitt auf 31,8% an. (Quelle: Statista)

Im Rahmen einer Konjunkturumfrage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, durchgeführt vom ifo-Institut, sind Unternehmen verschiedenster Geschäftszweige zum Ausmaß ihrer Betroffenheit befragt worden. (Stand: Februar 2021) In diesem Kontext benannten etwa 61% der befragten Unternehmen, dass sich ihre jeweilige Eigenkapitalquote nicht wesentlich verändert hat. Etwa 9% der Befragten gaben an, dass sich ihre Eigenkapitalquote im Zuge der Pandemie verbessert hat. Rund 30% der Unternehmen berichteten dagegen von einem deutlichen Rückgang der Eigenkapitalquote. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist es wenig überraschend, dass insbesondere jene Unternehmen, deren Geschäft besonders hart von der Pandemie betroffen war, wie beispielsweise Reiseveranstalter und das Gastgewerbe, eine Senkung der Eigenkapitalquote hinnehmen mussten. (Quelle: www.ifo.de)

Neben den Hilfen, welche den Unternehmen durch die verschiedenen Hilfsprogramme des Bundes zur Verfügung gestellt wurden, gibt es einige Dinge, welche Sie als Unternehmer tun können, um Ihre Eigenkapitalquote nachhaltig zu verbessern!

Hierzu gehören beispielsweise:

  • die Aufnahme von Mezzanine-Kapital zur Kompensation des gesunkenen Eigenkapitals bzw. der Eigenkapitalquote;
  • die Umwandlung von als Fremdkapital ausgewiesenen Gesellschafterdarlehen in Eigenmittel durch die Erklärung eines qualifizierten Rangrücktritts.

Auch eine geschickte Bilanzierungspolitik kann bessere Bilanzrelationen generieren: werden beispielsweise die Forderungen mittels Einführung eines Factorings reduziert und die Verbindlichkeiten durch die freie Liquidität aus dem Factoring ebenfalls nachhaltig vermindert, führt dieses zu einer Reduzierung der Bilanzsumme, woraus sich wiederum eine erhöhte Eigenkapitalquote ergibt.

Benötigen Sie eine Einschätzung im Hinblick auf Ihre Möglichkeiten zur Bilanzierungspolitik, so wenden Sie sich einfach an uns. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Überbrückungshilfe III und Corona Neustarthilfe verlängert!

Die Überbrückungshilfe III und Corona Neustarthilfe wurden verlängert!

Sowohl die Überbrückungshilfe III als auch die Corona Neustarthilfe wurden bis einschließlich 30.09.2021 verlängert. Neu hinzu kommt die sogenannte „Restart-Prämie„, welche es Unternehmen ermöglicht, einen höheren Zuschuss für Personalkosten zu erhalten.

Überbrückungshilfe III
 
Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen bis zu Mio. € 750 Umsatz. Antragsberechtigt sind hierbei neben Unternehmen auch Solo-Selbstständige sowie selbstständige Angehörige der freien Berufe aller Branchen.
 
Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • bis zu 100% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70%
  • bis zu 60% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50% und ≤ 70%
  • bis zu 40% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30% und < 50%

im jeweiligen Fördermonat. Als Vergleichsmonate werden die entsprechenden Monate des Jahres 2019 herangezogen. Erst- und Änderungsanträge für die Förderperiode bis einschließlich 30.06.2021 können bis zum 31.10.2021 gestellt werden.

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III bis zum Ende September 2021 wird mit dem Programm „Überbrückungshilfe III Plus“ umgesetzt. Folgende Neuerungen sind in diesem Zusammenhang zu benennen:

  • Unternehmen, welche im Rahmen der Wiedereröffnung die Anzahl der Beschäftigten erhöhen indem sie neues Personal einstellen oder bestehendes Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, erhalten zusätzlich zur Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe (die sogenannte „Restart-Prämie„) als Zuschuss. Dieser entspricht 60% der Differenz der tatsächlich im Fördermonat Juli 2021 angefallenen Personalkosten zu den Personalkosten im Mai 2021. Im August beträgt der Zuschuss 40% und im September 20%. Nach diesem Zeitraum wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Im Kontext insolvenzabwehrender Restrukturierungen bei drohender Zahlungsunfähigkeit werden künftig auch Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu T € 20 pro Monat übernommen.

Neustarthilfe
 
Die Corona Neustarthilfe ist eine einmalige Unterstützungsleistung für Solo-Selbstständige und Kapitalgesellschaften,  welche die Fixkostenerstattung bei der Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch nehmen konnten. Hier handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss, welcher für den Förderzeitraum vom 01.01.2021 bis 30.09.2021 als Vorschuss gezahlt wird. 
 
Lesen hierzu auch gerne unsere Meldung vom 31.03.2020.

Quellen:   Überbrückungshilfe III Plus bis September und Neustarthilfe & Neuerung zur Überbrückungshilfe III

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Erhöhtes Haftungspotential bei Feststellung einer Überschuldung!

ACHTUNG: Erhöhtes Haftungspotential bei Feststellung einer Überschuldung!

Das Haftungspotential bei Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern hat sich noch einmal erhöht, wenn sich im Rahmen der Jahresabschlusserstellung die bilanzielle Überschuldung einer Kapitalgesellschaft ergibt und keine Prüfung auf eine insolvenzrechtliche Überschuldung im Sinne des § 19 InsO erfolgt. Hintergrund für das erhöhte Haftungspotential ist das bereits seit längerem bekannte BGH-Urteil IX ZR 285/14 aus dem Jahr 2017, welches zum Jahreswechsel 2020/2021 in § 102 StaRUG verankert wurde.

Symbolbild Gerichtshammer Erhöhtes Haftungspotential nach BGH-Urteil IX ZR 285/14

Mit dem in Kraft treten des SanInsFoG und dem § 102 StaRUG sind Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer dazu verpflichtet worden, ihre Mandanten über eine mögliche Insolvenzreife in Kenntnis zu setzen, sofern diese sich dessen nicht bewusst sind. Von den steuerberatenden Berufsgruppen wird zudem erwartet, dass diese bei einer potentiellen Insolvenzreife ihrer Mandanten auf die Pflicht zur Abhaltung einer Gesellschafter- und/oder Hauptversammlung aufmerksam machen.

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung benötigt der Berufsstand jedoch vor allem auch eine Entscheidungsbasis, ob im jeweiligen Abschluss des Mandanten von Fortführungs- oder Zerschlagungswerten auszugehen ist. Diese Basis kann nur eine Fortbestehensprognose liefern.

Hierbei ist darauf zu achten, dass diese Fortbestehensprognose auf keinen Fall durch den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer selbst erstellt wird, da ansonsten die Gefahr der Unterstellung eines Gefälligkeitsgutachtens gegeben ist. Hieraus resultieren in einem möglichen, späteren Insolvenzverfahren unmittelbar Schadenersatzansprüche und Strafanzeigen durch den Insolvenzverwalter. Dieses ist umso mehr der Fall, wenn seitens des Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers zum Zeitpunkt der Erstellung der Fortbestehensprognose auch noch überfällige Honorarforderungen gegen den Mandanten bestanden.

An dieser Stelle empfiehlt es sich also, eine Fortbestehensprognose für das Unternehmen durch einen neutralen und unabhängigen Dritten erstellen zu lassen. Diese Prognose hat als wesentliches Element die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (also insbesondere die zukünftige Zahlungsfähigkeit) des Unternehmens im Fokus.

Sie benötigen in diesem Kontext Unterstützung? Sprechen Sie uns an!

 

Beantragung der Corona Neustarthilfe ab sofort möglich

Beantragung der Corona Neustarthilfe ab sofort möglich

Bei der „Corona Neustarthilfe“ handelt es sich um eine einmalige Unterstützungsleistung für Soloselbstständige und Kapitalgesellschaften, welche die Fixkostenerstattung bei der Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch nehmen können. Weiterhin ist anzumerken, dass auch Soloselbstständige bzw. Kapitalgesellschaften antragsberechtigt sind, wenn sie keine Corona-Soforthilfen oder andere Maßnahmen beantragt haben.

Die Neustarthilfe beinhaltet einen Zuschuss, der für den Förderzeitraum 01.01.2021 bis 30.06.2021 als Vorschuss gezahlt wird. Nach Ablauf des Förderzeitraums erfolgt ein Abgleich der realisierten Ist-Umsätze des ersten Halbjahres 2021 und die Ermittlung der tatsächlichen Höhe der Umsatzeinbußen. Abhängig hiervon ist der Zuschuss ggfs. (anteilig) zurückzuzahlen. Beträgt der Umsatzrückgang 60% oder mehr, so muss der Zuschuss nicht zurückgezahlt werden.

Die Höhe des Zuschusses variiert zwischen T € 7,5 für Soloselbstständige sowie Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter und T € 30 für Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern. Antragsberechtigt sind darüber hinaus auch Schauspieler/innen und Künstler/innen, welche nur kurzfristige Engagements bzw. Verträge haben.

Der Antrag für die Neustarthilfe kann entweder als Direktantrag oder durch einen prüfenden Dritten (z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt) gestellt werden. Wichtig ist: ein Direktantrag kann lediglich einmal gestellt werden. Nachträgliche Änderungen nach der Absendung des Antrages sind erst in der Endabrechnung möglich!

Hier gelangen Sie zum Direktantrag.

Weitere Informationen zur Neustarthilfe erhalten Sie hier.

Erfolg und nachhaltige Stabilität

Erfolg und nachhaltige Stabilität basieren nicht auf Alleingängen! Diese Ziele lassen sich nur gemeinsam durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erreichen.

Die IMB GmbH folgt diesem Leitsatz und hat im März 2021 die ersten Kooperationspartner zur gemeinsamen Nutzung des Stabilitätschecks gewinnen können.

Der Stabilitätscheck kann mittelständischen Unternehmern als effektives Online-Tool bei der Standortbestimmung behilflich sein und diesen erste Ansätze und Handlungsempfehlungen zur Sicherung des eigenen Unternehmens und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit einzelner Unternehmensbereiche liefern. Sie finden den Stabilitätscheck unter www.stabilitätscheck.de.

Wenn auch Sie als Netzwerkpartner den Stabilitätscheck für Ihre Kunden nutzen möchten – sprechen Sie uns einfach an!

Weitere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Weitere Aussetzung der Insolvenzantragspflicht – Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, welche für den Insolvenzgrund der Überschuldung noch bis zum 31. Januar 2021 gilt, wird voraussichtlich bis zum 30. April 2021 verlängert werden. Gleiches wird wahrscheinlich auch für den Antragsgrund der Zahlungsunfähigkeit erfolgen, welcher bereits seit dem 30.09.2020 seine volle gesetzliche Wirkung wieder entfaltet.

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Die jetzt geplante Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflichten über den 31. Januar 2021 hinaus kann ein wichtiger Baustein sein, um für die Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Voraussetzungen, um von dieser Regelung Gebrauch zu machen, sind folgende:

  • Das jeweilige Unternehmen muss sich pandemiebedingt in einer Krise befinden,
  • hat in diesem Kontext eine der verschiedenen Corona-Hilfen bereits beantragt oder wird dieses noch bis zum 28. Februar 2021 tun,
  • kann mit einer Auszahlung der Hilfen rechnen und
  • kann vor diesem Hintergrund davon ausgehen, dass es mit den finanziellen Hilfen entsprechend überlebensfähig ist.

Die besagte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht kommt also insbesondere den Unternehmen zugute, welche einen Anspruch auf Hilfen aus den aufgelegten Corona-Programmen haben, eine Auszahlung jedoch noch nicht erfolgt ist.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wir halten Sie auch weiterhin auf dem Laufenden!

Der präventive Restrukturierungsrahmen

Zum 01. Januar 2021 wurde der präventive Restrukturierungsrahmen mit dem Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz (StaRUG) im deutschen Recht verankert. Damit sind Unternehmer auf Grundlage eines selbst erstellten und von den Gläubigern angenommenen Restrukturierungsplanes in der Lage, ihr Unternehmen selbst zu sanieren. Lesen Sie hierzu gerne unsere News – Meldung vom 17. Dezember 2020 – Der präventive Restrukturierungsrahmen.

der-präventive-restrukturierungsrahmen-Dominoeffekt

Grundsätzliches Ziel des Stabilitäts- und Restrukturierungsrahmens ist es, eine Insolvenz durch ein rechtzeitiges Handeln im Betrieb abzuwenden.

Damit werden mögliche Reputationsverluste, hohe Reorganisationskosten für das jeweilig betroffene Unternehmen und die persönliche Haftung der Sicherungsgeber für Kredite – i.d.R. die Eigentümer –  vermieden. Der Kern dieses neuen Rechtsrahmens zielt darauf ab, mit ausgewählten Gläubigergruppen im Rahmen von Verhandlungen gemeinsam tragbare Lösungen zu entwickeln. Von besonderer Bedeutung ist, dass sogenannte „Akkordstörer“ mehrheitlich überstimmt werden können und somit die Sanierung umsetzbar wird.

Unternehmer, welche im Ernstfall nachweisen können, dass sie ihrer Verpflichtung zur ordentlichen Geschäftsführung nachgekommen sind und im Sinne der Gläubigerinteressen handeln, können sich der benannten insolvenzabwehrenden Sanierungsinstrumente bedienen. Die Integration eines Risiko-Früherkennungssystems, bestehend aus einer qualitativen Einschätzung der Aufbau- und Ablauforganisation des Betriebes sowie einer integrierten Finanzplanung zur Abbildung der Zahlungsströme, wird hierzu dringend empfohlen. Denn eine Voraussetzung zur Nutzung der neuen juristischen Möglichkeiten ist, dass eine drohende Zahlungsunfähigkeit besteht, die sich auf einen Zeitraum von 24 Monaten bezieht.

Nutzen Sie für eine erste Analyse Ihres Betriebes gerne unseren Stabilitätscheck: Ein Online-Befragungstool, mit welchem Sie eine schnelle Einschätzung zur Stabilität Ihres Betriebes erhalten.

Wenn Sie Fragen haben, oder sich eine Finanzplanung für Ihr Unternehmen wünschen, treten Sie mit uns in Kontakt.

Ad-Hoc Meldung: Unterstützung der Kreditversicherer wird bis Ende Juni 2021 verlängert

Als Reaktion auf die sich zum Anfang der Pandemie ankündigenden Kürzungen von Limiten der Kreditversicherer, wurde von der Bundesregierung ein Rettungsschirm zur Aufrechterhaltung der Lieferketten im Handel Verfügung gestellt. Mit eben diesem sollte ein Großteil der Kreditgarantien von über Mrd. € 400 für die betroffenen Unternehmen aufrecht erhalten werden. Dieses gilt allerdings nur für jene Unternehmen, welche bereits vor der Pandemie ein funktionierendes Geschäftsmodell mit entsprechenden Zahlen vorweisen konnten. Als am benannten Schutzschirm teilnehmende Kreditversicherer sind Atradius, Coface, Euler Hermes, R + V sowie Zürich zu benennen.
Lesen Sie hierzu auch unsere Ad-Hoc Meldung von 17.04.2020: Kreditversicherer bekommen Unterstützung

Die Eckdaten des jetzt bis Ende Juni 2021 verlängerten Schutzschirmes finden Sie nachfolgend noch einmal im Überblick:

  • Der Bund übernimmt für Kreditversicherer die Rolle eines Rückversicherers.
  • 90 % der Risiken werden vom Bund übernommen.
  • 10 % verbleiben pauschal bei den Kreditversicherern. Die bisherige Deckelung auf 500 Mio. € fällt weg.
  • Die Kreditversicherer treten dafür 65% der Prämieneinnahmen (bisher 60%) an den Bund ab.
  • Weiterhin verpflichten sich die Kreditversicherer dazu, ihre bereits bestehenden Limite aufrecht zu erhalten und darauf basierende Transaktionen von insgesamt etwa 400 Mrd. € weiter abzusichern.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier.
Weitere Quellen finden Sie hier.

Die sich in diesem Zusammenhang stellende, zentrale Frage ist jedoch, wie mit Auslauf der Hilfsprogramme im Sommer nächsten Jahres die Kreditversicherer agieren werden. Hier steht das Risiko eines plötzlichen, elementaren Wegfalls von Kreditversicherungslimiten zum 01.07.2021 im Raum.

Wenn Sie Unternehmer sind und eine Zurückhaltung oder Minderung Ihrer bewilligten Warenkreditlimite erleben oder befürchten, dann sprechen Sie uns schnellstmöglich an, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können!

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.