Teil 1: Fachkräftemangel im Mittelstand

Teil 1 der Serie „Herausforderungen des Mittelstands“:  Fachkräftemangel – Ursachen und Lösungsansätze

Jährliche Umsatzeinbußen von rund 49 Milliarden Euro

Der Fachkräftemangel betrifft viele Branchen und Unternehmen im deutschen Mittelstand. Laut einer umfangreichen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young gehen die Umsatzeinbußen dabei jährlich in eine Höhe von rund 49 Milliarden Euro.¹

Ganz besonders betroffen sind die Produktionsbetriebe – vor allem aus den Bereichen Fahrzeugbau und Elektrotechnik¹ – und das Handwerk.

Die Ursachen

Im wesentlichen können drei Hauptursachen für den starken Mangel an Fachkräften identifiziert werden:

 1. Akademisierung

Heute entscheiden sich immer mehr Schulabgänger für ein Studium und gegen eine klassische Berufsausbildung. Ein wesentlicher Grund hierfür ist vor allem in dem jahrelang propagierten Mangel an Akademikern zu sehen, welcher zu einer Öffnung der Studiengänge für immer mehr junge Menschen geführt hat und nun eine Häufung an Akademikern hervorbringt. Gleichzeitig ist es durch die KMU´s versäumt worden, die eigene Fachkräfte-Basis durch eine gezielte Entwicklung und Förderung des Nachwuchses zu stärken.

Immer mehr junge Menschen wollen die Maschine planen, aber die wenigsten wollen sie bauen oder bedienen.

 2. Attraktivität von Konzernen

Ein weiterer wesentlicher Grund für den Mangel an Fachkräften im Mittelstand ist die hohe Attraktivität von einer Anstellung in Konzernen. Wenn sich Schulabgänger schon für eine Berufsausbildung entscheiden, dann soll diese doch zumindest in einem großen Konzern mit guten Aufstiegschancen und sehr guter Bezahlung stattfinden.

 3. Fehlende Bekanntheit 

Die letzte wesentliche Ursache für den Fachkräftemangel im Mittelstand ist die fehlende Bekanntheit der Unternehmen. Die Suche nach bzw. Kenntnis von Ausbildungsangeboten erfolgt immer stärker über Social-Media-Kanäle – oder zumindest online. Wenn ein mittelständisches Unternehmen vom Land keinen modernen Internetauftritt, geschweige denn Social-Media-Präsenz besitzt, wird es kaum noch von der jüngeren Generation wahrgenommen.

Die Auswirkungen auf KMUs

Durch die benannten Ursachen des Fachkräftemangels wird es immer schwerer geeignetes Personal zu finden. Und wenn mal ein Auszubildender in den Betrieb kommt, ist auch hierbei die steigende Abbruchquote ein zu berücksichtigender Faktor. Die fehlenden operativen Mitarbeiter führen dazu, dass vermehrt Aufträge nicht angenommen werden können und somit oftmals wichtiger Umsatz liegen gelassen werden muss. Darüber hinaus steigt oftmals der Altersdurchschnitt des Unternehmens im Laufe der Jahre, wodurch mehrfach die Innovationsfähigkeit sowie ein nachhaltiges Überleben des Betriebs erschwert werden.

Die Lösungsansätze

Die Lösungsansätze teilen sich in drei verschiedene Bereiche:

Zuerst ist die zwingende Voraussetzung der Erhöhung der eigenen Arbeitsplatzattraktivität zu benennen. An dieser Stelle gilt es vor allem die Ziele und Werte des Unternehmens genau zu definieren – denn die jüngere Generation möchte sich mit einem Unternehmen und seiner Tätigkeit identifizieren können. Darüber hinaus können bestimmte Anreize, wie flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungen oder Bonusregelungen, geboten werden. An dieser Stelle ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Beispielsweise werden Start-Ups immer beliebtere Arbeitgeber – und diese werben zum Teil mit einem hauseigenen Kicker und fair gehandeltem Kaffee. Ein wesentlicher Tipp ist die bessere Bezahlung von Auszubildenden. Durch eine um 100-200 € höhere Vergütung kann das Unternehmen deutlich attraktiver werden und somit bessere Kandidaten gewinnen.

Als nächstes ist die gezielte Suche von Fachkräften bzw. angehenden Fachkräften (Azubis) ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Hierbei sollten mehrere Kanäle bedient und eingetretene Pfade verlassen werden. Und auch an dieser Stelle kann mit etwas Kreativität viel erreicht werden. Ein praktischer Tipp ist hierbei die gezielte Ansprache von Studienabbrechern. Beispielsweise liegt die Abbruchquote der Maschinenbauingenieur-Studenten bei rund 50 %. Hier kommt das Angebot einer Ausbildung, mit überdurchschnittlicher Bezahlung doch vielleicht ganz gelegen.

Der dritte wichtige Lösungsansatz ist die verbesserte Sichtbarkeit des Unternehmens. In der heutigen Zeit ist damit vor allem die Online-Präsenz gemeint. Neben einer modernen und über Google zu findenden Homepage kann auch ein Facebook-Account wahre Wunder bewirken. Hervorzuheben ist der Vorteil, dass bei der Suche nach Azubis die Zielgruppe hinsichtlich des Alters besser angesprochen wird und die Werte sowie Ziele des Unternehmen kommuniziert werden können. Auch auf verschiedenen Online-Plattformen (www.azubi21.de – für die Region Hannover) können Stellenangebote kommuniziert und platziert werden. Ein praktischer Tipp an der Stelle ist das Schalten von bezahlten Facebook-Anzeigen, bei denen genauestens die gewünschte Zielgruppe hinsichtlich Alter, Wohnort, Interessen, etc. definiert werden kann. So bekommt auch nur die beabsichtigte Zielgruppe die Anzeige zu sehen und kann sich über Ihr Stellenangebot informieren.

Wie IMB Sie unterstützen kann

In den vergangenen Monaten hat sich IMB in diesem Bereich gezielt im Rahmen des Dienstleistungsangebotes verstärkt und kann Ihnen dadurch entscheidende Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Folgende Leistungen bieten wir hinsichtlich der Lösung des Fachkräftemangels an:

  • Strukturierte Personalentwicklung zur Erhöhung der Performance der bestehenden Mitarbeiter
  • Differenzierte Mitarbeitersuche über verschiedene Kanäle 
  • Systematisiertes Mitarbeiter-Auswahlverfahren inklusive validierter Persönlichkeitstests
  • Gezielte Kommunikation ihres Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber
  • Digitale Sichtbarkeit gezielt erhöhen
  • Handlungsempfehlungen, wie z.B. das Angebot eines dualen Studiums oder die direkte Ansprache von Studienabbrechern  
  • Aufbau von strategischen Partnerschaften
  • Zugang zu freien, ausgebildeten Fachkräften aus unserem Netzwerk heraus 

Ihr Nutzen

Generieren Sie mit uns gemeinsam Wettbewerbsvorteile durch qualifiziertes Fachpersonal in Zeiten des Fachkräftemangels.

Erreichen Sie Umsatzsteigerungen durch eine erhöhte Auftragsannahme dank gestiegener Kapazitäten.

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Rufen Sie uns einfach unter 0511 8970920 an oder schreiben uns eine E-Mail an info@imb-hannover.de.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Ihr IMB-Team

¹Vgl. hierzu: http://www.ey.com/de/de/newsroom/news-releases/ey-20170126-fachkraftemangel-im-mittelstand-spitzt-sich-zu.