Ad-Hoc Meldung: Verlängerung des Kurzarbeitergeldes & Corona-Überbrückungshilfen

Die große Koalition hat sich zur Mitte dieser Woche auf ein Gesamtpaket zur Verlängerung der wesentlichen Corona-Maßnahmen geeinigt. Zentrale Punkte sind hierbei das Kurzarbeitergeld sowie die Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen. Nachfolgend finden Sie die wesentlichen Details:
 

  • Das Kurzarbeitergeld wurde von den ursprünglichen 12 Monaten auf 24 Monate Bezugsdauer erweitert. Diese Bezugsdauer gilt für Betriebe, welche bis zum 31.12.2020 bereits Kurzarbeit eingeführt haben. Diese kann dann bis maximal zum 31. Dezember 2021 verlängert werden. Darüber hinaus werden Sozialversicherungsbeiträge bis zum 30.06.2021 vollständig und ab dem 01.07.2021 bis 31.12.2021 noch zu 50% erstattet. Auch während des zweiten Halbjahrs 2021 ist eine Erstattung von 100% der Sozialabgaben möglich, sofern eine Qualifizierung der betroffenen Mitarbeiter während der Kurzarbeit erfolgt.
  • Die bislang bis Ende August 2020 befristeten Überbrückungshilfen zur Finanzierung fixer Betriebskosten bis zu T € 150, werden bis zum Ende diesen Jahres verlängert. Hierbei ist anzumerken, dass von dem ursprünglich vom Bund zur Verfügung gestellten Rahmen über Mrd. € 25 bis jetzt lediglich Mio. € 700 in Anspruch genommen wurden. Dieses steht nach Einschätzung der großen Koalition vor allem mit den neu gestalteten Antragswegen im Zusammenhang.

 
Die nun verabschiedete Verlängerung der Kurzarbeitergeldregelungen bis Ende 2021 sichert vor allem Arbeitsplätze und schafft für die Beschäftigten und Unternehmen gleichermaßen wertvolle Planungssicherheit. Mit der Ermöglichung einer vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bis 30. Juni 2021 und einer anschließenden hälftigen Erstattung wird vor allem für die mittelständischen Unternehmen und Branchen, die erst zeitverzögert von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind, ein disruptiver Bruch vermieden.
 
Auch die verlängerte Antragsstellung für die Überbrückungshilfen gibt insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, gemeinsam mit Ihren Steuerberatern die notwendigen Antragsunterlagen und Informationen transparent und vollumfänglich vorzubereiten und so mögliche spätere Rückforderungen zu vermeiden.
 
Wir halten Sie auch weiterhin auf dem Laufenden und wünschen Ihnen alles Gute.

Ad-Hoc Meldung: Profitieren vom MBG Stabilitätsfonds 2020

Zur Unterstützung von niedersächsischen Unternehmen bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie hat die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) in Kooperation mit der KfW und dem Land Niedersachsen einen neuen und besonders vorteilhaften Investmentfonds aufgelegt – den MBG Stabilitätsfonds 2020.
 
Nachfolgend finden Sie hierzu die wesentlichen Fakten im Überblick:
 

  • Bis zu T € 800 Mezzanine Kapital als typisch stille oder offene Beteiligung;
  • 5 – 10 Jahre Laufzeit;
  • Die ersten 5 Jahre sind tilgungsfrei;
  • Eine Besicherung ist i.d.R. nicht erforderlich;
  • Die Beteiligungsvergütung beträgt konstant 5,5% bis 7,0% pro Jahr auf das investierte Kapital;
  • Die MBG hat weder ein gesellschaftliches Mitspracherecht, noch erfolgen Eingriffe in die Geschäftsführung.

 
Die vertragliche Umsetzung der Mezzanine-Kapitalbeteiligungen erfolgt auf der Basis von wenigen Unterlagen und vorliegenden Standardverträgen, die nicht notariell beurkundet werden müssen. Dadurch entstehen Zeit- und Kostenvorteile gegenüber anderen Investmentformen. Darüber hinaus wird auf diesem Wege auch die Eigenkapitalquote erhöht, sodass die Aufnahme weiterer Kredite und Darlehen möglich ist.
 
Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen mit Sitz und Geschäftsschwerpunkt in Niedersachsen. Mindestens 50% der Vollzeitbeschäftigten müssen innerhalb des Bundeslandes arbeiten und das Unternehmen darf sich bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten befunden haben.
 
Das durch die Beteiligung zufließende Kapital kann flexibel eingesetzt werden. Zum Beispiel für die Anschaffung von Anlagevermögen, für die Mitfinanzierung aller laufenden Kosten wie Mieten, Gehälter und Warenlager (Betriebsmittel) oder auch für bilanzstärkende Maßnahmen.
 
Eine Beantragung des MBG Stabilitätsfonds 2020 ist bis zum 31.12.2020 möglich.
 
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter den beiden nachfolgenden Links:
 
https://www.mbg-hannover.de/ueber-uns/mbg-stabilitaetsfonds-2020/
 
https://www.mbg-hannover.de/
 
Gerne unterstützen wir Sie bei der Zusammenstellung der Unterlagen und der Beantragung der Mittel aus dem MBG Stabilitätsfonds 2020.
 
Sprechen Sie uns einfach an!

Ad-Hoc Meldung: Kreditversicherer bekommen Unterstützung des Bundes

Die Bonität vieler ursprünglich gesunder Unternehmen hat sich aufgrund der Coronakrise drastisch verschlechtert. Den daraus resultierenden, üblicherweise durchgeführten Limitkürzungen der Warenkreditversicherer soll nun durch Garantien des Bundes entgegengewirkt werden.
 
Euler Hermes, einer der größten Akteure in diesem Bereich, teilte mit, dass bestehende Deckungszusagen erhalten bleiben.
 
Die wichtigsten Daten im Überblick:
 

  • Bis zum Ende des Jahres 2020 wird der Bund Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer übernehmen.
  • Die Höhe der Zahlungen beläuft sich auf insgesamt 30 Milliarden Euro.
  • Um die Hilfe des Bundes in Anspruch zu nehmen, müssen 65 % der Prämienzahlungen an diesen abgetreten werden.
  • Versicherer tragen sowohl Verluste bis zu 500 Millionen Euro als auch Ausfallrisiken.
  • Auf Basis einer individuellen Bonitätsbewertung wird über die Kreditlimite entschieden. Limitkürzungen sind möglich, sofern sich die Bonität als besonders schlecht darstellt.

 
Es ist anzumerken, dass die benannten Hilfen ausschließlich jenen Unternehmen helfen sollen, welche vor der Coronakrise als „gesund“ galten.
 
Wir halten Sie auch weiterhin auf dem Laufenden.

Ad-Hoc Meldung: KfW Sonderprogramm 2020

Seit gestern gilt das neue KfW Sonderprogramm 2020 und die Anträge können durch die Unternehmen ab sofort über die Hausbanken gestellt werden. Einen zentralen Überblick können Sie schon einmal dem beiliegenden KfW-Faktenblatt entnehmen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Beantragung entsprechender Mittel. Bitte sprechen Sie uns hierzu einfach gerne jederzeit an!

faktenblatt-kfw-sonderprogramm.pdf

Ad-Hoc Meldung: Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet nach aktuellen Meldungen eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.

Hintergrund hierfür ist, dass aus organisatorischen und administrativen Gründen nicht sichergestellt werden kann, dass die aktuell ebenfalls in der Ausarbeitung befindlichen, staatlichen Hilfen rechtzeitig innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht bei den Unternehmen ankommen werden.

Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, soll daher durch eine gesetzliche Regelung für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden.

Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.

Für weitere Informationen sowie ein persönliches Gespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!