Zeitpunkt für einen Unternehmensverkauf

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Unternehmensverkauf?

Es gibt verschiedene Umstände, die Sie als Unternehmer dazu veranlassen, sich mit dem Thema Unternehmensverkauf oder einer Veräußerung von Unternehmensanteilen zu beschäftigen. Neben persönlichen Gründen können auch strategische Überlegungen oder Entwicklungen im Umfeld Ihres Betriebes ausschlaggebend sein.

Nachfolgend möchten wir gern auf ein paar ausgewählte Gründe eingehen:

Persönliche Umstände

  • Der wohl geläufigste Grund für einen Unternehmensverkauf ist der geplante Renteneintritt und der damit zusammenhängende Wunsch des Unternehmers, sowohl einen angemessenen Veräußerungsgewinn zu realisieren als auch seinen Betrieb in gute Hände zu übergeben.
  • Vielfach wünschen sich Unternehmer auch mehr Zeit mit der Familie und streben daher einen Rückzug aus der Arbeitswelt bereits zeitiger an.
  • Ebenso kann sich das eigene Interesse des Unternehmers im Laufe der Zeit ändern, hin zu dem Wunsch in anderen Geschäftsfeldern oder vielleicht auch einfach gar nicht mehr tätig sein zu wollen.

Steht in diesem Zusammenhang kein Nachfolger aus dem Familienkreis oder den Mitarbeitern zur Verfügung, ist ein Unternehmensverkauf an externe Dritte rechtzeitig in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Unternehmensinterne Ursachen

  • Ein Unternehmer ist stets am Wachstum seines Unternehmens interessiert. Ist dieses aus eigener Kraft nicht mehr möglich und der Betrieb kommt dabei an seine Grenzen, kann die Aufnahme eines Investors in den Gesellschafterkreis neue Impulse liefern.
  • Droht ein Betrieb in Schieflage zu geraten, weil bspw. Kundenaufträge wegfallen, so kann es ebenfalls ratsam sein, aktiv auf mögliche Investoren zuzugehen und diese auf eine strategische Kooperation anzusprechen.

Ein Verkauf des Unternehmens bzw. von Unternehmensanteilen bietet in den benannten Szenarien die Möglichkeit, vor allem größere Ressourcen und/oder Know-how zu erschließen, um den nächsten Wachstumsschritt realisieren zu können und das langjährig aufgebaute Unternehmen weiter erfolgreich im Markt zu halten.

Veränderung des Umfeldes

  • Verändern sich die Gesetzgebung oder andere, branchenspezifische Regularien, welche in den normalen Geschäftsverlauf des Unternehmens zukünftig enorm eingreifen könnten, kann ein Verkauf des Unternehmens für den Inhaber profitabler sein, anstatt eine entsprechende Anpassung in Form von Investitionen und notwendigen Organisationsveränderungen selbst vorzunehmen.
  • Auch der Markteintritt neuer Wettbewerber bzw. eine Verschärfung der Wettbewerbssituation kann dazu führen, dass ein Unternehmensverkauf eine Alternative ist, damit das Unternehmen weiterhin am Markt bestehen kann.
  • Basiert das eigene Geschäftsmodell gar auf einem bestimmten Trend und es ist absehbar, dass in diesem Zusammenhang Trendveränderungen nachhaltig zum Tragen kommen, ist es ebenfalls ratsam, die Realisierung eines Unternehmensverkaufes als Alternative zu prüfen.

Also: auch bei Veränderungen im Umfeld des Unternehmens kann es zielführend sein, einen Unternehmensverkauf bzw. den Verkauf von Unternehmensanteilen zu fokussieren.

Die Gründe für einen Verkauf des eigenen Unternehmens sind also vielfältig. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Unternehmensverkauf gekommen? Grundsätzlich sollte versucht werden, einen Verkauf dann anzustreben, wenn Ihr Unternehmen eine Historie von drei bis fünf Jahren mit steigenden Umsatzerlösen und anwachsender, deutlich positiver Rentabilität realisiert hat.  Von einer bloßen Ertragsmaximierung im Vorfelde eines Verkaufs durch das Unterlassen von notwendigen Investitionen oder Durchführen von kurzfristigen Kosteneinsparungen, welche vielleicht sogar die eigene Wettbewerbsfähigkeit schwächen, ist jedoch dringend abzuraten. Dieses wird ein potentieller Käufer, der in aller Regel auch durch Berater unterstützt wird, ohne Mühe erkennen und in der Verhandlung nutzen.

Bestimmte Rahmenbedingungen, wie das aktuell noch niedrige Zinsniveau, begünstigen die Realisierung von Unternehmenstransaktionen. Es gilt jedoch zu beachten, dass eine Suche bis hin zur Akquisition eines geeigneten Käufers oftmals bis zu einem Jahr oder länger dauern kann. Daher ist es von besonderer Bedeutung, sich mit diesem Thema frühzeitig zu beschäftigen.

Daneben sollte Ihr Unternehmen bereits im Vorfeld einer Transaktion einmal aus Sicht eines Käufers betrachtet werden. Wie attraktiv ist Ihr Betrieb eigentlich? Welche Risiken können Sie selbst identifizieren? Gibt es operative Verbesserungsmaßnahmen, die im Vorfeld eingeleitet werden können, um Risiken zu mindern und so den Verkaufspreis zu erhöhen?

Zögern Sie nicht, dieses Thema frühzeitig anzugehen – so können Sie sich und Ihr Unternehmen gut vorbereiten und verpassen nicht den für Sie optimalen Verkaufszeitpunkt!

Fließschema-Unternehmensverkauf

 

Beabsichtigen Sie Ihr Unternehmen zu verkaufen oder ein anderes zu erwerben, stehen wir Ihnen gern beiseite und unterstützen Sie! Profitieren Sie von unserem langjährigen Know-how und unserem weitreichenden Netzwerk.

Sprechen Sie uns einfach an!

Die IMB GmbH erhält zum zweiten Mal das „CrefoZert“

Auch im Jahr 2022 wurde die IMB GmbH für ihre hervorragende Bonität ausgezeichnet!

CrefoZert Siegel

Das Bonitätszertifikat „CrefoZert“ wird als Zeichen besonderer finanzieller Stabilität nach einer qualitativen sowie quantitativen Prüfung der Bonität durch die Creditreform Hannover-Celle Bissel KG vergeben und gilt – zur Aufrechterhaltung des hohen Qualitätsstandards – nur für ein Jahr.

Die IMB GmbH ist stolz darauf, auch im Jahr 2022 Ihr starker, zuverlässiger Partner zu sein!

Das Jahr 2022 bis jetzt in Zahlen – 16,75 Mio. € für unsere Kunden akquiriert

ENTSCHLOSSEN – FOKUSSIERT – ZIELORIENTIERT !

Mit diesen Attributen haben wir für unsere Kunden aus den verschiedensten Branchen im aktuellen Jahr 2022 bereits rund 17 Mio. € an Kapital akquiriert!

Die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit bildet Vertrauen! Gemeinsam mit unseren Kunden erstellen wir aussagekräftige Konzepte, welche es potentiellen Kapitalgebern ermöglicht, auch kurzfristig Kreditentscheidungen treffen zu können. Dabei betrachten wir nicht nur finanzwirtschaftliche Aspekte sondern führen vielmehr eine ganzheitliche Analyse der Unternehmen durch. Auch in Finanzierungsgesprächen stehen wir gern an Ihrer Seite und unterstützen Sie, um gemeinsam unser Ziel zu erreichen.

Wenn auch Sie auf der Suche nach innovativen Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr Unternehmen sind, dann helfen wir Ihnen gerne!

Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022

Im Jahr 2022 unterstützt die Bundesregierung weiterhin Unternehmen, welche aufgrund der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Hierfür steht die Überbrückungshilfe IV sowie die Neustarthilfe 2022 zur Verfügung.

 

Die Überbrückungshilfe IV ist ähnlich der Überbrückungshilfe III (Lesen Sie hierzu auch gerne unseren Artikel vom 22. Juli 2021) und gilt für:

  • Unternehmen,
  • Soloselbstständige sowie
  • Freiberufler jeglicher Branchen,

welche im Jahr 2020 einen Jahresumsatz von bis zu Mio. € 750 generiert haben.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die benannte Jahresumsatzgrenze entfällt, sobald ein betroffenes Unternehmen:

  • von einer Schließungsanordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt betroffen oder
  • der Branche der Pyrotechnik, des Großhandels oder der Reisebranche zuzuordnen ist.

Mit der Überbrückungshilfe IV werden betriebliche Fixkosten bezuschusst.

Änderungen der Überbrückungshilfe IV im Vergleich zur Überbrückungshilfe III 

  • Der Förderzeitraum gilt vom 01. Januar 2022 bis 31. März 2022.
  • Der Zugang zum Eigenkapitalzuschuss wurde vereinfacht.
  • Der maximale Fördersatz beträgt bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 70% jetzt maximal 90%.
  • Es können höhere Beihilferahmen genutzt werden.
  • Des Weiteren erfolgte eine Anpassung branchenspezifischer Sonderregelungen. Diese finden Sie hier.
  • Zusätzlich antragsberechtigt sind, neben den oben benannten Unternehmen, auch jene Unternehmen, welche aufgrund von Unwirtschaftlichkeit, bedingt durch Corona-Regelungen, im Zeitraum von 01. Januar bis 31. Januar 2022 freiwillig schließen sowie junge Unternehmen, welche vor dem 30. September 2021 gegründet wurden.
  • Darüber hinaus sind einige Hygienemaßnahmen förderfähig. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Wenn Sie nähere Informationen zur Überbrückungshilfe benötigen, finden Sie diese auf der Website des Bundeswirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Neustarthilfe 2022

Seit dem 14.01.2022 ist es möglich, im Rahmen der Förderphase des Bundesprogramms Überbrückungshilfe IV, die Neustarthilfe 2022 für den Förderzeitraum vom 01. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 zu beantragen.

Die Neustarthilfe 2022 unterstützt:

  • Soloselbstständige mit oder ohne Personengesellschaften,
  • Ein- und Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften,
  • Genossenschaften,
  • kurz befristete Beschäftigte in den darstellenden Künsten und
  • unständig Beschäftigte.

Detaillierte Informationen zu den Antragsberechtigten finden Sie hier.

Die Höhe der Förderung beträgt für Soloselbstständige sowie Ein-Personen-Kapitalgesellschaften höchstens T € 4,5. Dagegen werden Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften mit maximal T € 18 gefördert.

Die Beantragung und Auszahlung der Neustarthilfe 2022 erfolgt dabei als Zuschuss und wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Nach Ablauf des Förderzeitraums müssen Antragsteller, die die Neustarthilfe 2022 erhalten haben, eine Endabrechnung erstellen. Der Antrag kann bis zum 30. April 2022 direkt oder gegebenenfalls über prüfende Dritte gesellt werden.

Eine direkte Beantragung ist zunächst nur für natürliche Personen möglich. Ab Februar 2022 wird eine Beantragung auch für juristische Personen über prüfende Dritte möglich sein.

Die Neustarthilfe ist nicht mit der Überbrückungshilfe IV kombinierbar.

Hier gelangen Sie direkt zur Antragsstellung:
www.direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Informationen zu weiteren Detailfragen (FAQ) erhalten Sie hier.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite!

Auswirkungen der Pandemie – Die Zukunft des Mittelstandes

Im Laufe der ersten Hochphase der Corona-Pandemie im Jahr 2020 als auch im aktuellen Jahr 2021 wurden verschiedene Umfragen mit Unternehmern durchgeführt. Diese beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Pandemie auf die Zukunft des Mittelstandes, welche durch die Ebner Stolz Management Consultants GmbH sowie die Wolff & Häcker Finanzconsulting AG analysiert wurden. (Quelle: www.ebnerstolz.de)

Nachfolgend wird auf die wichtigsten Ergebnisse eingegangen:

Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen rechneten damit, dass das Umsatzniveau wie vor der Corona-Pandemie innerhalb von drei Jahren wieder erreicht werden könnte. Geprägt ist dieser Umstand durch die vorhandene Finanzierungssituation der Betriebe, welche wiederum beeinflusst ist durch die von Seiten des Staates zur Verfügung gestellten Unterstützungsmaßnahmen und das ausgezahlte Kurzarbeitergeld.

Des Weiteren ist auf die Eigenkapitalausstattung bei dem Großteil mittelständischer Unternehmen hinzuweisen. So konnten die innerhalb der Pandemie zu verzeichnenden Minderumsätze durch das vorhandene Eigenkapital zum großen Teil aufgefangen werden, sodass entsprechende Bedarfe an externem Kapital eher gering ausfielen. Zudem ist ersichtlich geworden, dass weiterhin die klassischen Instrumente der Finanzierung gewählt werden. Hierzu gehören:

  • Bankdarlehen
  • Förderdarlehen
  • Leasing und
  • Factoring.

Zu den weniger häufig angefragten Mitteln zählten dabei insbesondere die folgenden alternativen Finanzierungsmöglichkeiten:

  • strategische Investoren
  • Finanzinvestoren oder
  • private Dept Fonds.

Neben der Finanzierungssituation wurden Unternehmen befragt, inwieweit ein Veränderungsdruck auf das vorhandene Geschäftsmodell gegeben ist. Hierbei stellte sich heraus, dass ein Großteil der mittelständischen Unternehmen aufgrund der vorhandenen, stabilen Geschäftsmodelle keine Handlungsnotwendigkeit sieht. Der Druck, bereits bestehende und funktionierende Prozesse anzupassen bzw. zu optimieren, nimmt jedoch zu. Ursachen hierfür sind, neben der verschärften Wettbewerbssituation, auch der Fachkräftemangel sowie die zunehmende Bürokratie. Als ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist zudem die fortschreitende Digitalisierung zu benennen. So gaben ein Drittel der befragten Unternehmen an, dass sie zusätzliches Kapital zur Realisierung von Investitionen benötigen. Aufgrund von Zeitmangel sowie der Priorisierung anderer Projekte bleiben solche Investitionen jedoch oftmals aus, obwohl personelle und zeitliche Ressourcen durch die Inanspruchnahme externer Dienstleister ausgeglichen werden könnten. Besonders schwer haben es Unternehmen, bei denen ein dringender Handlungsbedarf beim Thema Digitalisierung vorhanden ist, eine Finanzierung jedoch oftmals aufgrund des Mangels an Sicherheiten scheitert.

An dieser Stelle ist ein Umdenken erforderlich. Greifen die klassischen Finanzierungsinstrumente nicht, sollte das Angebot um alternative Finanzierungsmöglichkeiten erweitert werden. Nur so kann die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes auch langfristig gewährleistet werden.

Wenn Sie finanzielle Mittel benötigen oder eine Beratung im Hinblick auf verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten wünschen, so sprechen Sie uns an. Gerne unterstützen wir Sie auch im Bereich der Realisierung von IT-Projekten, um die Chancen der Digitalisierung auch für Ihr Unternehmen nutzbar zu machen.

Wir beraten und unterstützen Sie gern!

Förderung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Die E-Mobilität schreitet weiter voran: Um den Ausbau der hierfür notwendigen Infrastruktur auch für Unternehmen attraktiver zu gestalten, bietet die KfW ab sofort die Förderung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge an.

Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Hier die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

Was wird gefördert?

  • Der Kauf einer Ladestation (bis zu 22 kW Ladeleistung),
  • die  dabei anfallenden Einbau- und Installationsarbeiten sowie
  • Energie-Managementsysteme für die Steuerung der Stationen.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass für die Lade­stationen ausschließlich Strom aus erneuer­baren Energien genutzt wird – zum Beispiel direkt aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder über einen Energieversorger. Darüber hinaus ist wichtig, dass der Zuschuss beantragt wird, bevor die Bestellung der Ladestationen erfolgt. Die Durchführung des Investitionsvorhabens sollte erst nach dem Erhalt einer Antragsbestätigung der KfW erfolgen.

Wer wird gefördert?

  • Unternehmen, Einzelunternehmer und freiberuflich Tätige,
  • kommunale Unternehmen,
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts,
  • gemeinnützige Organisationen (inkl. Kirchen).

In welcher Höhe wird gefördert?

  • Für einen Ladepunkt gilt ein pauschaler Zuschuss von 900,00 € ,sofern die Gesamtkosten bei mindestens 1.285,71 € oder mehr liegen.
  • Hat eine Ladestation mehrere Ladepunkte, wird der Zuschuss je nach Anzahl und Gesamtkosten gestaffelt.
  • Die maximale Zuschusshöhe beträgt 45.000,00 €

Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Für die direkte Beantragung des Zuschusses kommen Sie hier zum KfW-Zuschussportal.

Wenn Sie sonstige Fragen haben oder Unterstützung bei der Beantragung von Hilfen benötigen, unterstützen wir Sie gerne!

Steuerstundung Unter Corona Endet Am 30. September 2021!

Bitte beachten Sie: Die Sonderregelung der Steuerstundung unter Corona endet am 30.09.2021!

Steuerpflichtige Unternehmen, welche nachweislich wirtschaftliche Schäden in Folge der Corona-Pandemie erlitten haben, konnten zur finanziellen Entlastung bis zum 30.06.2021 einen Antrag auf eine zinsfreie Stundung von entweder bereits fälligen oder bis zum 30.06.2021 fällig werdenden Steuern stellen.

Dieses galt für:

  • die Einkommensteuer,
  • die Körperschaftsteuer,
  • die Kirchensteuer,
  • den Solidaritätszuschlag sowie
  • die Umsatzsteuer.

Im Rahmen der Stundungsbeantragung galten keine strengen Anforderungen, einzig ein Bezug zur Corona-Pandemie musste erkennbar sein.

Die Stundung in diesem vereinfachten Verfahren gilt bis zum 30.09.2021. Nach diesem benannten Stichtag ist eine weitere Stundung dieser Art nur über eine bis zum 31.12.2021 andauernde Ratenzahlungsvereinbarung möglich. Über den 31.12.2021 hinausgehende Ratenzahlungen sowie Stundungen von (nach dem 30.06.2021 fälligen) Steuern sind von diesem sogenannten vereinfachten Verfahren ausgenommen. Im Anschluss gilt wieder der allgemeine Grundsatz und die Nachweispflicht bei Stundungen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wenn Sie betroffen sind oder einen regulären Antrag auf eine Stundung stellen möchten, stehen wir Ihnen gerne unterstützend zur Seite.

Buy-and-Build Konzepte

Die Zeichen der Zeit nutzen: Buy-and-Build Konzepte erfolgreich umsetzen!

Ein Buy-and-Build-Konzept („Kaufen und Ausbauen“) ist eine langfristig angelegte Wachstumsstrategie, welche sich grundsätzlich dadurch auszeichnet, dass ein erfolgreiches Unternehmen ein oder mehrere andere Unternehmen in einem Zeitraum von mehreren Jahren dazu kauft.

Als wesentliche Ziele dieses strategischen Ansatzes sind der gezielte Aufbau einer Unternehmensgröße zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen, die Steigerung von Kapazitäten und Prozesseffizienzen sowie die Erhöhung der Profitabilität. Weiterhin sind die Verringerung des Unternehmensrisikos durch Diversifikation des Geschäftsmodells sowie die Erschließung gänzlich neuer Märkte und Kundensegmente zu benennen.

Während die nach wie vor dominierende Corona-Pandemie dafür gesorgt hat, dass sich für Unternehmen aus bestimmten Branchen (Tourismus, Gastronomie, Automotive sowie Maschinen- und Anlagenbau) aktuell nur schwer Käufer finden lassen, bietet das Krisenumfeld für andere Unternehmen interessante Möglichkeiten. So ist bspw. in Branchen wie Software und IT, Healthcare, E-Commerce und bestimmten Dienstleistungsbereichen nach wie vor ein hohes Transaktionsgeschehen zu beobachten, welches angesichts des aktuell sehr attraktiven Finanzierungsumfeldes erhebliche Chancen im Rahmen dieses Wachstumskonzeptes bietet.

Die Vorgehensweise im Rahmen eines Buy-and-Build-Konzeptes sieht dabei folgende Schritte vor:

  • Festlegung und Definition der Akquisitionsstrategie;
  • Identifikation, Priorisierung und Auswahl geeigneter Zielunternehmen;
  • Anlegen einer Longlist mit Unternehmen, welche die gewünschten Kriterien erfüllen;
  • Überführung in eine Shortlist mit allen verkaufsbereiten Interessenten und anonymisierte Kontaktaufnahme mit potentiellen Kandidaten;
  • Parallel erfolgt die Strukturierung einer Finanzierung und die Akquise von Finanzierungspartnern;
  • Start von Verhandlungen und Durchführung von Unternehmensbewertungen sowie Due Diligence-Prüfungen für die relevanten Zielunternehmen;
  • Abschluss der Verhandlungen sowie Unterzeichnung des Kaufvertrages;
  • Realisierung der Integration und Vernetzung des erworbenen Unternehmens in die eigene Unternehmensgruppe.

Mit der Umsetzung eines solchen Wachstumskonzeptes besteht für den Unternehmer selber in der Regel die Chance, nach der Erreichung einer bestimmten Größe bzw. Marktpositionierung einen attraktiven Verkauf an institutionelle Investoren zu realisieren.

Unseren Flyer mit weiteren Erläuterungen zu Buy-and-Build-Konzepten sowie den damit verbundenen Chancen und Risiken finden Sie hier: Buy-and-Build Strategie.

IMB ist gerne Ihr Partner während des gesamten Transaktionsprozesses von der ersten Idee bis hin zur Unterzeichnung der finalen Kaufverträge und berät und unterstützt Sie in diesem strategischen Wachstumsmodell.

Sprechen Sie uns einfach an!

Eigenkapitalquote

Eigenkapitalquote – Kennzahl mit Signalwirkung.

Bei der Eigenkapitalquote handelt es sich um eine betriebswirtschaftliche Kennzahl mit deutlicher Signalwirkung. Sie gibt das Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital eines Unternehmens wieder.

Seit jeher spielt das Eigenkapital für ein Unternehmen eine entscheidende Rolle, schließlich bildet es das Fundament wirtschaftlichen Erfolgs. Insbesondere die Kennzahl der Eigenkapitalquote ist von großer Bedeutung. Je höher die eigenen Mittel im Vergleich zu den fremden Mitteln sind, umso freier und unabhängiger kann ein Unternehmen agieren.

Zusammenfassend lassen sich nachfolgende Vorteile einer hohen Eigenkapitalquote festhalten:

  • Eine Kreditaufnahme kann oftmals zu günstigeren Bedingungen erfolgen.
  • Es besteht aufgrund der Absicherung gegenüber unerwarteten Verlusten ein geringeres Insolvenzrisiko.
  • Das jeweilige Unternehmen weist eine geringere Abhängigkeit von Fremdkapital auf.

Hat ein Unternehmen im Umkehrschluss eine eher unterdurchschnittliche Eigenkapitalquote, kann dieses Einschränkungen für den Erhalt von Krediten bei den Banken bedeuten, da die Bonität weniger attraktiv und das potentielle Insolvenzrisiko erhöht ist.

Im Jahr 2016 belief sich die durchschnittliche Eigenkapitalquote im Mittelstand auf ein Niveau von rund 30,0%. Bis zum Jahr 2019 stieg diese im Durschnitt auf 31,8% an. (Quelle: Statista)

Im Rahmen einer Konjunkturumfrage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, durchgeführt vom ifo-Institut, sind Unternehmen verschiedenster Geschäftszweige zum Ausmaß ihrer Betroffenheit befragt worden. (Stand: Februar 2021) In diesem Kontext benannten etwa 61% der befragten Unternehmen, dass sich ihre jeweilige Eigenkapitalquote nicht wesentlich verändert hat. Etwa 9% der Befragten gaben an, dass sich ihre Eigenkapitalquote im Zuge der Pandemie verbessert hat. Rund 30% der Unternehmen berichteten dagegen von einem deutlichen Rückgang der Eigenkapitalquote. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist es wenig überraschend, dass insbesondere jene Unternehmen, deren Geschäft besonders hart von der Pandemie betroffen war, wie beispielsweise Reiseveranstalter und das Gastgewerbe, eine Senkung der Eigenkapitalquote hinnehmen mussten. (Quelle: www.ifo.de)

Neben den Hilfen, welche den Unternehmen durch die verschiedenen Hilfsprogramme des Bundes zur Verfügung gestellt wurden, gibt es einige Dinge, welche Sie als Unternehmer tun können, um Ihre Eigenkapitalquote nachhaltig zu verbessern!

Hierzu gehören beispielsweise:

  • die Aufnahme von Mezzanine-Kapital zur Kompensation des gesunkenen Eigenkapitals bzw. der Eigenkapitalquote;
  • die Umwandlung von als Fremdkapital ausgewiesenen Gesellschafterdarlehen in Eigenmittel durch die Erklärung eines qualifizierten Rangrücktritts.

Auch eine geschickte Bilanzierungspolitik kann bessere Bilanzrelationen generieren: werden beispielsweise die Forderungen mittels Einführung eines Factorings reduziert und die Verbindlichkeiten durch die freie Liquidität aus dem Factoring ebenfalls nachhaltig vermindert, führt dieses zu einer Reduzierung der Bilanzsumme, woraus sich wiederum eine erhöhte Eigenkapitalquote ergibt.

Benötigen Sie eine Einschätzung im Hinblick auf Ihre Möglichkeiten zur Bilanzierungspolitik, so wenden Sie sich einfach an uns. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Überbrückungshilfe III und Corona Neustarthilfe verlängert!

Die Überbrückungshilfe III und Corona Neustarthilfe wurden verlängert!

Sowohl die Überbrückungshilfe III als auch die Corona Neustarthilfe wurden bis einschließlich 30.09.2021 verlängert. Neu hinzu kommt die sogenannte „Restart-Prämie„, welche es Unternehmen ermöglicht, einen höheren Zuschuss für Personalkosten zu erhalten.

Überbrückungshilfe III
 
Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen bis zu Mio. € 750 Umsatz. Antragsberechtigt sind hierbei neben Unternehmen auch Solo-Selbstständige sowie selbstständige Angehörige der freien Berufe aller Branchen.
 
Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • bis zu 100% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70%
  • bis zu 60% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50% und ≤ 70%
  • bis zu 40% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30% und < 50%

im jeweiligen Fördermonat. Als Vergleichsmonate werden die entsprechenden Monate des Jahres 2019 herangezogen. Erst- und Änderungsanträge für die Förderperiode bis einschließlich 30.06.2021 können bis zum 31.10.2021 gestellt werden.

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III bis zum Ende September 2021 wird mit dem Programm „Überbrückungshilfe III Plus“ umgesetzt. Folgende Neuerungen sind in diesem Zusammenhang zu benennen:

  • Unternehmen, welche im Rahmen der Wiedereröffnung die Anzahl der Beschäftigten erhöhen indem sie neues Personal einstellen oder bestehendes Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, erhalten zusätzlich zur Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe (die sogenannte „Restart-Prämie„) als Zuschuss. Dieser entspricht 60% der Differenz der tatsächlich im Fördermonat Juli 2021 angefallenen Personalkosten zu den Personalkosten im Mai 2021. Im August beträgt der Zuschuss 40% und im September 20%. Nach diesem Zeitraum wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Im Kontext insolvenzabwehrender Restrukturierungen bei drohender Zahlungsunfähigkeit werden künftig auch Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu T € 20 pro Monat übernommen.

Neustarthilfe
 
Die Corona Neustarthilfe ist eine einmalige Unterstützungsleistung für Solo-Selbstständige und Kapitalgesellschaften,  welche die Fixkostenerstattung bei der Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch nehmen konnten. Hier handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss, welcher für den Förderzeitraum vom 01.01.2021 bis 30.09.2021 als Vorschuss gezahlt wird. 
 
Lesen Sie hierzu auch gerne unsere Meldung vom 31.03.2020.

Quellen:   Überbrückungshilfe III Plus bis September und Neustarthilfe & Neuerung zur Überbrückungshilfe III

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!